<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442</id><updated>2011-10-21T23:01:51.631+02:00</updated><title type='text'>Jens in Trouble</title><subtitle type='html'>Wieso "Jens in Trouble"? Nun ja - mein ungeliebtes Hobby sind eben... Schwierigkeiten! Meist auf Reisen. Was im Kindesalter anfing, als ich mich in weiblicher Begleitung im Wald verlief, wurde nicht besser in Irland auf dem Blechdach, in Namibia mit den Reifen unseres Mietautos, dem im Bus vergessenen Flugticket oder dem Versuch, ohne Reisepass in die USA zu kommen. Und da war ja noch die Sache an der ägyptischen Grenze... na gut, lassen wir das. Ich steck einfach öfters mal "in Trouble"!</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>59</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-291779027106656874</id><published>2007-11-20T19:24:00.000+01:00</published><updated>2007-11-20T20:39:47.067+01:00</updated><title type='text'>Dem empörten Aufschrei Unaufgeregtheit entgegensetzen</title><content type='html'>Die Sachlage: Am 5. September 2007 trat die aus Israel kommende Hip-Hop-Gruppe DAM (engl. für “Da Arabic MCs“, hebr. Blut, arab. Blut/Ewigkeit), bestehend aus den drei arabischen Israelis Tamer Nafer, Suhell Nafer und Mahmoud Jreri, die sich selber als „1948-Palästinenser“ bezeichnen, gemeinsam mit den israelischen Hip-Hop-Stars &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Shabak_Samech/"&gt;Mooki (oder Mook E) und Piloni&lt;/a&gt; bei den Jüdischen Kulturtagen der Jüdischen Gemeinde Berlin auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am gleichen Tag verfassten (&lt;a href="http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&amp;Param_Kat=50&amp;Param_RB=62&amp;Param_Red=8625/"&gt;laut juedische.at&lt;/a&gt;) Peter und Daniel Iranyi, vermutlich Mitglieder der Gemeinde und – auch das nur eine Vermutung – bei der Veranstaltung anwesend, einen Brief an den Gemeindevorstand, in dem sie sich über den Auftritt der Band beschwerten, den diese dazu genutzt habe, „gegen den Staat Israel zu hetzen und Hasstiraden zu verbreiten“. Es könne nicht sein, „dass auf einer jüdischen Veranstaltung Hasstiraden gegen den - jüdischen - Staat Israel ausgesprochen werden. Darüber hinaus mutet es auch pervers an, dass das (z.T. israelische)Wachpersonal bei dem Konzert die provozierende Band vor dem aufgebrachten (z.T. jüdischen) Publikum schützen sollte.“ Ferner bezeichnen die Iranyis Texte von DAM als „wahrheitsverzerrend und israelfeindlich“, stellen „zweifelhafte Inhalte und unsägliche Analogien“ fest. Sie fordern den Rücktritt bzw. die Absetzung des Organisators der Kulturtage, dem Vorstandsmitglied Peter Sauerbaum, sowie eine Entschuldigung bei den Gemeindemitgliedern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 19. September antwortete Herr Sauerbaum den Iranyis laut juedische.at (Link wie oben), dass von ihm mit einer Stellungnahme „zu Ihren kunstfernen Erklärungen“ nicht zu rechnen sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe den Auftritt von DAM nicht gesehen und daher weiß ich auch nicht, welche Songs die Band vorgetragen hat. Wie Peter und Daniel Iranyi habe ich lediglich einen „Blick in&lt;br /&gt;den Menüpunkt ‚Lyrics’ auf der bandeigenen Homepage &lt;a href="http://www.dampalestine.com"&gt;http://www.dampalestine.com&lt;/a&gt;“ (Zitat aus ihrem Brief) gewagt, um mehr über DAM zu erfahren. Bisher kannte ich die Hip-Hop-Band aus &lt;a href="http://nextbook.org/cultural/feature.html?id=707"&gt;diesem Artikel&lt;/a&gt; der israelischen Journalistin &lt;a href="http://lisagoldman.net/"&gt;Lisa Goldman&lt;/a&gt;, die u. a. das Verhältnis zwischen den ehemals befreundeten DAM-Sänger Tamer und dem bekannten israelischen Rapper &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Subliminal_%28rapper%29"&gt;Subliminal&lt;/a&gt; erklärt: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Subliminal claimed he broke contact with Tamer over the issue of suicide bombers. “After the Dolphinarium bombing, Tamer said that he identified with the suicide bombers,” says Subliminal in an outraged tone […] “That means he supports terrorism.” In response, Tamer snorts derisively and says, “You see? He’s an idiot—not even worth responding to. Our collaboration didn’t end because of political reasons. It ended because the guy is beneath my level. He’s simply not very intelligent. He doesn’t even understand that hip-hop is the language of protest and anger. I never said I supported terrorism. I said I understood the rage that motivated the terrorists.”&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solche Aussagen und die Message, die DAM in ihrem 2003 veröffentlichten Song “Min Erhabi?“ („Wer ist der Terrorist?“) vertreten (das &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=SShRR7sInsc/"&gt;Musikvideo&lt;/a&gt; zeigt israelische Soldaten, die palästinensische Kinder schlagen und treten sowie auf steinewerfende palästinensische Kinder schießen, und erreichte weltweit hohe Klick- und Downloadzahlen), wurde zum bekanntesten Merkmal der Gruppe. Stein des Anstoßes in der jüdischen Welt wird im Kern sicherlich folgende Passage sein: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Your killing us like you’ve killed our ancestors / You want me to go to the law? / What for? / You’re the witness, the lawyer, the judge /  If you’re my judge / I’ll be sentenced to death / You want us to be the minority? / To end up the majority in the cemetery? / In your dreams! / You’re a Democracy? / Actually it’s more like the Nazis! / Your countless raping of the Arabs’ soul / Finally impregnated it / gave birth to your child / his name: Suicide Bomber / And then you call him the terrorist?”&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin der Meinung, dass das ein Unterschied ist zu der Aussage &lt;a href="http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&amp;Param_Kat=50&amp;Param_RB=62&amp;Param_Red=8873"&gt;im juedische.at-Artikel von Levi Salomon&lt;/a&gt; (in Kopie übrigens bei &lt;a href="http://www.wadinet.de/blog/?p=604#more-604"&gt;Wadi-Blog&lt;/a&gt;), der schreibt, dass durch den Auftritt ein Beitrag geleistet worden sei, „die Gruppe ‚DAM’, die Juden als Nazis beschimpfte, salonfähig zu machen“. (Eine ähnliche Meinung vertritt &lt;a href="http://wind-in-the-wires.blogspot.com/2007/11/intifada-bei-den-jdischen-kulturtagen.html"&gt;„Wind in the Wires“&lt;/a&gt;.)Bei näherer Betrachtung finde ich in DAM vielschichtigere Musiker, denen die nicht ganz korrekte Reduzierung auf die Forderung, der jüdische Staat Israel müsse abgeschafft werden, nicht gerecht wird. Tamer Nafers Aussage im &lt;a href="http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.725.html"&gt;Interview mit der „Jüdischen Zeitung“&lt;/a&gt; (Doppelinterview mit Mooki): „Gleichheit, Zusammenleben. Es geht mir um die Flagge und die Hymne. Die müssen geändert werden. Ich will einen Staat für alle Bürger“, ist vielmehr wohl so zu werten, dass er der Meinung ist, der Staat müsse seinen jüdischen Charakter abschaffen, um eine wirklich Demokratie zu sein. Denn Nafer sagt im gleichen Gespräch als Kontrast zu Mookis Aussage, „wenn ein Jude in einem arabischen Land das sagen würde, was DAM sagt, würde er aufgehängt werden“, weshalb Israel immer noch eine Demokratie sei, folgendes: „Aber noch immer frage ich mich, welche Demokratie ist das, in der ich lebe? Ich lebe in Lod, mir stehen 100 Prozent zu. Die stehen mir zu, aber ich bekomme weniger. Deshalb kämpfe ich. Als Araber bekomme ich keine Baugenehmigung, keine arabische Erziehung, arabische Themen werden nicht im Fernsehen gezeigt“, „Und Du kannst das auch nicht so einfach mit anderen Staaten vergleichen, wie etwa dem Iran. Im Vergleich zu echten Demokratien sind beide Scheiße: Iran und Israel.“ Tamer Nafer sagt schließlich: „Der Siedler [im Westjordanland] will den Staat für sich, nur für die Juden. In meinem Staat kann jeder leben, Araber und Juden.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin bei weitem nicht für Verharmlosung fragwürdiger Vergleiche, aber doch klar dafür, sie etwas unaufgeregter zu betrachten. Für einen Juden mag die Passage „jüdischer Staat nicht demokratisch, sondern wie Nazis“ eine „unsägliche Analogie“ (Iranyi, s.o.) sein, für den Verfasser, der sich als Rapper, als Musiker, als Künstler sieht, ist sie eine provokantes Stilmittel des Genres Hip-Hop. Ich wiederhole ein Zitat aus dem Nextbook-Artikel: „hip-hop is the language of protest and anger.”&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andere israelische Hip-Hop-Musiker und Musikexperten (Mooki im gemeinsamen Interview (s.o.) und &lt;a href="http://www.welt.de/berlin/article1145689/Harte_Beats_in_harten_Zeiten.html"&gt;hier&lt;/a&gt; swoie Musikkritiker Shai Fogelman und der Tel Aviver Club-Besitzer Daniel Sarid &lt;a href="http://nextbook.org/cultural/feature.html?id=707"&gt;hier&lt;/a&gt;) sehen DAM bei weitem nicht unkritisch, erkennen aber den gesellschaftlichen Wert ihres musikalischen Engagements auf Hebräisch und Arabisch an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich meine, dass sich diese unaufgeregtere, aber ernstnehmende Wahrnehmung einer palästinensischen Stimme aus Israel auch durch die &lt;a href="http://www.dampalestine.com"&gt;Texte&lt;/a&gt; des aktuellen Albums von DAM, „Dedication“, begründen lässt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In “Hibuna Ishtruna” (“Love us and Buy us”) nennen DAM ihre Waffen: “We are DAM's soldiers, in one hand it's the pen / in the other hand, it's the mic and the anger is our ride.” Mit ihrer Musik wollen die Drei etwas bewegen, und wenn man es nur als eine Anregung zum Dialog versteht, als Werben für Verständnis ihrer Situation ist:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;”We are dying slowly / controlled by a Zionist democratic government! / ya', democratic to the Jewish soul / and Zionist to the Arabic soul / that is to say, what is forbidden to him is forbidden to me / and what what is allowed to him is forbidden to me / and what's allowed to me is unwanted by me / 'cause it's denying my existence / still blind to my colours, my history and my people / brain-washing my children / so that they grow up in a reality / that doesn't represent them / the blue idea card worth nothing to us / let us believe we are a part of a nation / that does nothing but makes us feel like strangers / me?? A stranger in my own country!! […] the whole world till today is treating us as Israelis / and Israel till tomorrow will treat us as Palestinians / I'm a stranger in my own country.” [aus: “G'aareb Fi Bladi” (“Stranger in My Own Country)]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über ihre Zukunftsvision singen DAM in “Sawa’ Al Zaman“ (“Driver of Fate“): “Tell the driver of time, to take me from Forbidden / Drop me in Equality and I'll walk alone to Peace [...] take me to / a future without settlements, without refugee camps / and every one is growing where his roots is / without destroying their house / to a world where I'm allowed to visit my brothers in Syria / where there's no occupation to imprison me / where the Arabs agree for the first time in their lives / to the change ...”&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass sich DAM daneben auch sozialen, nur sekundär politischen Themen widmen, hat Lisa Goldman in ihrem Artikel (Link s.o.) geschrieben (Rolle der Frau in der arabischen Gesellschaft, Drogenproblematik).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Zeile aus dem den Albumtitel konstituierenden Track “Ihda’” (“Dedication”) macht mir Hoffnung für eine differenziertere Wahrnehmung von DAM: “This goes out to you all, all human beings / no matter what religion, what colour, from me to you.“ Diese Hoffnung sieht Tamer Nafar auch selber: Sowohl im Nextbook-Artikel als auch im auf der Bandhomepage eingepflegten Video-Interview spricht er davon, dass er Hoffnung sieht:  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;“We began with one message and another message came through - there's hope. There's a spark like a flame in the darkness of a cave. We hope it works out.”&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-291779027106656874?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/291779027106656874/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=291779027106656874' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/291779027106656874'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/291779027106656874'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2007/11/dem-emprten-aufschrei-unaufgeregtheit.html' title='Dem empörten Aufschrei Unaufgeregtheit entgegensetzen'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-8607754076315676148</id><published>2007-11-20T19:19:00.000+01:00</published><updated>2007-11-20T19:24:35.909+01:00</updated><title type='text'>Ende der Funkstille</title><content type='html'>Nach einiger Funkstille habe ich beschlossen, mich von Zeit zu Zeit diesen oder jenen Themen zu widmen und an dieser Stelle von mir verfasste Texte zu veröffentlichen. Inhaltlich werde ich mich keineswegs festlegen und einfach schauen, was so kommt, was mir unter den Nägeln brennt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute brannten meine Nägel nämlich, als ich einen Link zu einem Artikel auf juedische.at entdeckte. Aber lest selbst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-8607754076315676148?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/8607754076315676148/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=8607754076315676148' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/8607754076315676148'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/8607754076315676148'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2007/11/ende-der-funkstille.html' title='Ende der Funkstille'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115758526148725663</id><published>2006-09-07T01:17:00.000+02:00</published><updated>2006-09-08T19:01:03.246+02:00</updated><title type='text'>Ziellinie überquert</title><content type='html'>Für ein Langsam-neigt-sich-meine-Zeit-in-Israel-dem-Ende-Posting ist es jetzt wohl schon zu spät. Denn jetzt sitze ich am Flughafen Roma-Fiumicino und warte auf den Anschlussflug nach München. Die letzten Tage habe ich schreibtechnisch - wie man sehen kann - ganz faul verstreichen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun - was habt Ihr verpasst? Damit ich mich nicht überarbeite, beschränke ich mich auf einige Erkenntnisse. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Freitag:&lt;/strong&gt; Ich treffe einen ZDF-Praktikanten - oder soll ich ihn besser ZDF-Sklaven nennen? Ganze 77 Cent am Tag gönnt das öffentlich-rechtliche Fernsehen ihren Praktikanten (die eine ganze Stelle besetzen, also volle Arbeit leisten). Hauptsache die Damen und Herren düsen im weißen Audi A6 mit fetten Alus durchs Heilige Land und schlafen in den besten Hotels (&lt;a href="http://www.americancolony.com/"&gt;American Colony in Jerusalem&lt;/a&gt;). Okay, lieber 0,77 Euro als gar nichts (so wie ich), aber „der Dienstherr“ bezahlt mich ja gescheit. Den zivil studierende Praktikantenkollege nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Samstag:&lt;/strong&gt; Ich sag nur &lt;a href="http://www.recipezaar.com/bb/viewtopic.zsp?t=152958&amp;view=previous&amp;sid=dfe260d1c080b1aad52d4428913be9aa"&gt;Dschachnun&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.hachettebookgroupusa.com/features/thoughtsforfood/recipes/shabbat_breakfast_bread.html"&gt;Kubaneh&lt;/a&gt; - jemenitisches Shabbat-Essen. Echt lecker! Wo gibt's das in Deutschland?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sonntag:&lt;/strong&gt; In &lt;a href="http://www.caesarea.org.il"&gt;Caesarea&lt;/a&gt; treffe ich die Herren Herodes, Pontius Pilatus, Paulus und auch Helena, Mutter Kaiser Konstantins im virtuellen Interview. Durch die gelungenen Computeranimationen über die abwechslungsreiche Geschichte der Römer-, Kreuzfahrer- und Araberhafenstadt in der Tat eines der besten Museen, in denen ich gewesen bin. Und dieses Lob kommt mir wirklich nicht leicht über die Lippen... Wirklich beeindruckend!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Montag:&lt;/strong&gt; Ich treffe Nir, der während des Meloim, dem israelischen Armeereservedienst, im Libanoneinsatz war und in einem einstürzenden Haus durch die Etagen purzelte. Offenbar mit Schutzengel: Ihm passierte nichts. Ganz im Gegensatz zu acht seiner Kameraden, die ums Leben kamen. Jetzt ist Nir Mitbesitzer einer angesagten Diskobar mit Meerblick in Herzliya. Mich beeindruckt einfach, dass hier fast jeder eine bestimmte Geschichte zu erzählen hat. Viele haben Gewalt und Zerstörung ganz anders erlebt, als wir Mitteleuropäer das vielleicht aus erster Hand kennen. Und trotzdem geht für alle das Leben so normal wie möglich weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dienstag:&lt;/strong&gt; Zum perfekten Abschluss meines Israelaufenthaltes verwirkliche ich den Traum eines jeden Wassersportlers. Ich surfe am Abend dem Sonnenuntergang entgegen, vor mir breitet sich das Mittelmeer aus. Wenn ich mich umschaue, sehe ich die rot schimmernden Hochhäuser der Skyline von Tel Aviv. Einfach traumhaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch:&lt;/strong&gt; Nach einem leckeren Frühstück mit meinem Freund und Gastgeber Miki in einem tollen Café mit Meerblick (Ihr merkt schon meinen Schwerpunkt der letzten Tage: das Meer genießen!) müssen wir schon zum Flughafen. Die Ausreise gestaltet sich erfreulich leicht, stelle ich fest, wenn man die richtigen Leute bei der Airport-Security kennt. Nach einem gut dreistündigen Flug, an dem ich von Mr. Bean, Tom und Jerry sowie Road Runner und seinem Widersacher unterhalten werde, lande ich in Rom. In einer Dreiviertelstunde fliege ich weiter nach München. Wird langsam auch Zeit, die besch... italienischen Mücken zerstechen mir meine kurzbehosten Beine. Echt fies, die Viecher. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lesen könnt ihr diesen Schund erst, wenn ich ihn später am Abend von München aus ins Internet stelle.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis dahin parliere ich ganz italienisch... Ciao, Amore.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115758526148725663?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115758526148725663/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115758526148725663' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115758526148725663'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115758526148725663'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/09/ziellinie-berquert.html' title='Ziellinie überquert'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115710937645959291</id><published>2006-09-01T12:47:00.000+02:00</published><updated>2006-09-01T13:16:18.796+02:00</updated><title type='text'>Action in der britischen Botschaft</title><content type='html'>Eben fiel es mir wieder ein - ich wollte ja noch was nachgucken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber der Reihe nach: Als ich gestern Nachmittag in Tel Aviv unterwegs war, ist nahe der britischen Botschaft erst mal nur Stau. Ich gehe weiter und je n&amp;auml;her ich der Botschaft komme, desto gr&amp;ouml;&amp;szlig:er wird die Dichte an Polizeiwagen, Fotografen und Kamerateams. Hier muss doch irgendwas los sein. Die umherstehenden Neugierigen wissen auf meine Nachfrage auch nicht, was los ist. Auf dem umz&amp;auml;unten und mit Sicherheitsanlagen gesch&amp;uuml;tzten Parkplatz der Botschaft sehe ich zwischen den Autos nur zwei maskierte Bewaffnete stehen. Genaueres ist wegen der Entfernung nicht zu erkennen. Das was so interessant ist, wird zudem vom Zaun und von den parkenden Autos verdeckt. Ich entscheide mich, noch etwas zu warten. Als aber nichts weiter Interessantes passiert oder zu sehen ist, gehe ich weiter und beschlie&amp;szlig;e, am Abend im Internet zu suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hatte ich (nat&amp;uuml;rlich) zun&amp;auml;chst vergessen, hab's aber gerade nachgeholt. Ein in Israel lebender Pal&amp;auml;stinenser namens Nadim Injaz (28), der als V-Mann f&amp;uuml;r den &lt;a href="http://www.geheimdienste.org/israel.html"&gt;Inlandsgeheimdienst Shin Bet&lt;/a&gt; (auch Shabak; Shin und Bet sind nur die beiden Buchstaben, die "Shabak" abk&amp;uuml;rzen) arbeitete, ist bewaffnet in die Botschaft eingedrungen und wollte mit Selbstmord drohend ein Asyl erzwingen. Nachdem der Shin Bet ihn nicht mehr zur Informationsbeschaffung herangezogen hatte, wollte der Mann in seine Heimatstadt nach Ramallah ins Westjordanlnad zur&amp;uuml;ckkehren. Von Bekannten erfuhr er, dass er dort als Kollaborateur umgebracht w&amp;uuml;rde. Nur ein Angriff auf Israel k&amp;ouml;nnte dies wieder wettmachen. "Was sollte ich denn machen? Bei einem Angriff Juden umbringen?", soll er rhetorisch gefragt haben. Stattdessen entschied er sich f&amp;uuml;r die Variante "Erpresste Flucht nach England". Die Pistole dazu soll sich im Nachhinein als eine Spielzeugwaffe entpuppt haben. W&amp;auml;hrend der gesamten Aktion sind keine Sch&amp;uuml;sse gefallen, Injaz wurde offenbar durch ein Beruhigungsmittel im Essen &amp;uuml;berw&amp;auml;tigt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Quellen: &lt;a href="http://today.reuters.co.uk/news/articlenews.aspx?type=topNews&amp;storyID=2006-08-31T161505Z_01_L31856944_RTRUKOC_0_UK-MIDEAST-ISRAEL-EMBASSY.xml&amp;pageNumber=0&amp;imageid=&amp;cap=&amp;sz=13&amp;WTModLoc=NewsArt-C1-ArticlePage2"&gt;Reuters&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/5302298.stm?ls"&gt;BBC&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115710937645959291?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115710937645959291/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115710937645959291' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115710937645959291'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115710937645959291'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/09/action-in-der-britischen-botschaft.html' title='Action in der britischen Botschaft'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115706191055972050</id><published>2006-08-31T22:56:00.000+02:00</published><updated>2006-09-01T09:30:25.086+02:00</updated><title type='text'>"So sind wir Israelis!"</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/demo.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/320/demo.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Heute Abend habe ich an einer gro&amp;szlig;en Demonstra-tion f&amp;uuml;r die Freilassung der drei entf&amp;uuml;hrten israelischen Soldaten teil-genommen. 30.000 oder 40.000 [Update: 60.000] Menschen hatten sich auf dem Yitzchak-Rabin-Platz versammelt. T-Shirts, Aufkleber, Plakate trugen das Konterfei der zwei am 12. Juli nahe der libanesischen Grenze von der Hisbollah gekidnappten Ehud Goldwasser und Eldad Reghev sowie des am 25. Juni in einem Kibbuz beim Gaza-Streifen entf&amp;uuml;hrten &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gilad_Shalit"&gt;Gilad Shalit&lt;/a&gt;, eine bekannte Schauspielerin moderierte durch das Programm: Tel Avivs Oberrabbiner betete, der Bruder von Eldad Regev hielt eine kraftvolle Ansprache, bekannte (also zumindest den Einheimischen bekannt) Bands und S&amp;auml;nger gestalteten den Abend musikalisch. Ein Lied handelte von &lt;a href="http://www.mia.org.il/ron.html"&gt;Major Ron Arad&lt;/a&gt;, der im Oktober (sein Jet wurde abgeschossen) zwanzig Jahre in Gefangenschaft der Hisbollah ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur dieser Bezug macht die Veranstaltung emotional. Wieder muss man versuchen, sich in die Israelis hinein zu versetzen. Erst mal haben wir hier den Veranstaltungsort, den Yitzchak-Rabin-Platz. Der Platz, auf dem 1995 hundert- oder zweihunderttausend Menschen f&amp;uuml;r den Fortgang des Friedensprozesses nach Unterzeichnung des Abkommens von Oslo demonstrierten. Ein &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Yigal_Amir"&gt;rechtsradikaler Jude aus Herzliya&lt;/a&gt; erschoss den beliebten Politik &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jitzchak_Rabin"&gt;Yitzchak Rabin&lt;/a&gt;, als der nach seiner Rede von der B&amp;uuml;hne zum Auto ging. Wochen danach ging besonders die junge Generation, vom Wunsch nach Frieden getrieben, zum Platz der K&amp;ouml;nige Israels, um dort Blumen niederzulegen und Kerzen anzuz&amp;uuml;nden. Sp&amp;auml;ter wurde der Platz dann umbenannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf diesem Platz trafen sich heute also wieder Menschen der verschiedenen Generationen. Die Generation der heute etwa 50-J&amp;auml;hrigen, die den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jom_Kippur_Krieg"&gt;Jom-Kippur-Krieg 1973&lt;/a&gt; als ein schweres Trauma empfinden. Die 40-J&amp;auml;hrigen haben als Erinnerung ihres "Erwachsenwerdens" den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Libanonkrieg_1982"&gt;ersten Libanonkrieg&lt;/a&gt;. Die 30-J&amp;auml;hrigen geh&amp;ouml;hren im Prinzip immer noch zur vorigen Generation, sind aber vielleicht auch die Rabin-Generation. Und die 20-J&amp;auml;hrigen steckten gerade mitten drin im Krieg. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich also vom Rabin-Platz mit vielleicht 40.000 [Update: 60.000] Israelis spreche, sind das immer auch 40.000 [Update: 60.000] Reservisten, Soldaten oder k&amp;uuml;nftige Soldaten. Es sind immer auch V&amp;auml;ter und M&amp;uuml;tter, Br&amp;uuml;der und Schwestern, S&amp;ouml;hne und T&amp;ouml;chter von Soldaten, von traumatisierten, verletzten, gefallenen oder entf&amp;uuml;hrten Soldaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gespr&amp;auml;ch mit einem gesch&amp;auml;tzt 50-j&amp;auml;hrigen Mann sagt er mir &amp;uuml;ber die Tatsache, das f&amp;uuml;r das Anliegen dieser drei Geiseln so viele Menschen zusammenkommen, "Genau so sind wir Israelis!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abschluss gibt's noch ein paar Links zum Thema:&lt;br /&gt;Die &lt;a href="http://www.10million.org"&gt;Stiftung "Born to freedom"&lt;/a&gt; k&amp;auml;mpft f&amp;uuml;r vermisste israelische Soldaten.&lt;br /&gt;Die &lt;a href="http://www.banim.org/en/index_en.html"&gt;Stiftung f&amp;uuml;r die drei diesen Sommer entf&amp;uuml;hrten Soldaten&lt;/a&gt;, die auch die Demo organisiert hat.&lt;br /&gt;Der &lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/757126.html"&gt;aktuelle Bericht in Haaretz&lt;/a&gt; &amp;uuml;ber die Demonstration. &lt;br /&gt;[Update: &lt;a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5866906_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html"&gt;Artikel bei tagesschau.de&lt;/a&gt;]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/sticker.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/400/sticker.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115706191055972050?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115706191055972050/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115706191055972050' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115706191055972050'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115706191055972050'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/so-sind-wir-israelis.html' title='&quot;So sind wir Israelis!&quot;'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115702536998432267</id><published>2006-08-31T10:04:00.000+02:00</published><updated>2006-08-31T14:13:57.450+02:00</updated><title type='text'>Mein Tag in Gaza, Teil 2</title><content type='html'>Von Zachariyes B&amp;uuml;ro fahren wir durch eines der besseren Viertel Gazas in Richtung K&amp;uuml;ste. Der winzige Prozentsatz reicher Gesch&amp;auml;ftsleute aus Gaza zieht sich in modernen Villen hinter hohen Mauern zur&amp;uuml;ck. Mein Praktikumschef und WELT-Korrespondent Norbert Je&amp;szlig;en erinnert sich an seine Zeit beim Fernsehen zur&amp;uuml;ck, als er mit Kamerateam - nachdem der Hausmeister geschmiert war - eines der teuren Grundst&amp;uuml;cke ansehen kann. Im aufw&amp;auml;ndig angelegten Garten pl&amp;auml;tscherten Brunnen vor sich hin. "Wenn es etwas gibt, das hier noch wertvoller ist als Boden, dann Wasser", sagt er. Die Grundst&amp;uuml;ckspreise sollen hier noch h&amp;ouml;her sein als in den besten Ecken Tel Avivs. Direkt am Strand aber keine Luxushotels oder Villen mit Meerblick, sondern eines der Armenviertel Gazas, aus dem der pal&amp;auml;stinensische Premierminister Ismail Haniye stammt und in dem er immer noch wohnt. Aber wenn &lt;a href="https://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/gz.html"&gt;80% der Menschen unterhalb der Armutsgrenze&lt;/a&gt; leben, sollte man vielleicht lieber die nicht ganz so armen Viertel z&amp;auml;hlen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/abu.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/200/abu.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Am Strand treffen wir im Schatten strohbedeckter Pavillons den ehemaligen Minister f&amp;uuml;r Gefangenenangelegenheiten und Fatah-Politiker, Dr. Sufian Abu Saida (auch Zaida, Zaydeh, Saideh etc. geschrieben). Es ist wieder eine der Situationen, in denen ich mir klar machen muss, wo ich bin. An der schlagl&amp;ouml;chrigen K&amp;uuml;stenstra&amp;szlig;e hinter uns hocken an einer Mauer bestimmt 50 junge M&amp;auml;nner mit nacktem Oberk&amp;ouml;rper in einer langen Reihe im Schatten. W&amp;auml;ren W&amp;auml;chter dabei, w&amp;uuml;rde ich sie f&amp;uuml;r Gefangene halten; in Wirklichkeit sitzen sie dort, um sich freiwillig f&amp;uuml;r die Hamas-Miliz zu melden. Um uns herum toben Kinder am Swimming Pool, beim Volleyball, kleckern mit Wassereis. Die Vereinten Nationen unterst&amp;uuml;tzen den Country Club unter dem Motto "I don't want to live in fear". Und vor uns liegt ein wundersch&amp;ouml;ner Sandstrand, die Kinder springen in die Wellen, an denen die Surfer aus Tel Aviv wohl ihre wahre Freude h&amp;auml;tten. Die Bemerkung liegt mir auf der Zunge, aber es w&amp;auml;re wohl - vorsichtig gesagt - nicht ganz der richtige Zeitpunkt daf&amp;uuml;r: Im R&amp;uuml;cken die Hamas-Rekrutierung, im Country Club wummern die Dancefloor-B&amp;auml;sse von "I'm a barbie girl" und vor der K&amp;uuml;ste patrouilliert ein Schnellboot der israelischen Marine. &amp;Uuml;ber die Kinder als Zukunft des Gaza-Streifens sagt Zachariye nur: "Frag die Kinder: 'Was willst du werden?' Und sie antworten nicht etwa 'Doktor', sondern 'M&amp;auml;rtyrer'. Warum? Warum?"  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gespr&amp;auml;ch mit Sufian Abu Saida dann kommen mir einige Punkte doch reichlich bekannt vor (siehe &lt;a href="http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/mein-tag-in-gaza.html"&gt;letztes Posting&lt;/a&gt;). "Wir m&amp;uuml;ssen uns selbst aufs Heftigste die Schuld geben. [...] Es h&amp;auml;ngt nur von uns ab", beginnt er sein Statement, um daraufhin zu sagen, dass die Pal&amp;auml;stinenser viele Probleme gar nicht selber zu l&amp;ouml;sen imstande seien. "Wir brauchen die Akzeptanz und &amp;Uuml;bereinstimmung der Israelis. Wer denkt, der braucht das nicht, wird weiter Problemen gegen&amp;uuml;berstehen", erkennt er die Abh&amp;auml;ngigkeit von Israel und kritisiert im gleichen Atemzug die Hamas-gef&amp;uuml;hrte Regierung. Die habe immer gesagt, sie br&amp;auml;uchte kein Geld von der EU und den Vereinigten Staaten und beschwere sich jetzt, dass sie keine finanzielle Unterst&amp;uuml;tzung bekomme. So kommt es, dass jetzt Geh&amp;auml;lter nicht gezahlt werden. Rivalisierende politische Milizen bek&amp;auml;mpfen sich gegenseitig. "Ich will, dass die Regierung meine Kinder besch&amp;uuml;tzt, ich m&amp;ouml;chte nicht in Gefahr gebracht werden", schimpft er und nennt drei einfache Ma&amp;szlig;nahmen, mit denen er 95% der Verbrechen in Gaza verhindern will: "Erstens: Keine maskierten Bewaffneten mehr auf denb Stra&amp;szlig;en! Warum auch? Wenn die get&amp;ouml;tet werden, werden Fotos von ihnen eh ver&amp;ouml;ffentlicht. Zweitens: Keine Fahrzeuge ohne Kennzeichen, Anmeldung und Versicherung mehr auf den Stra&amp;szlig;en." Es sei ja ein Unding, dass in Gaza Polizei- und Hamas-Autos ohne Nummernschild unterwegs seien. Als drittes w&amp;uuml;rde Abu Saida schwarz get&amp;ouml;nte Autoscheiben verbieten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob diese Vorschl&amp;auml;ge f&amp;uuml;r den angegebenen Zweck nun geeignet sind oder nicht, spielt eigentlich die geringere Rolle. Wichtig war f&amp;uuml;r mich zu sehen, dass Gaza nicht nur Kassam-Raketen auf Israel und israelische Luftwaffe auf Gaza bedeutet. Innenpolitisch ist der Gaza-Streifen auch nicht mit (west-) europ&amp;auml;ischen Ma&amp;szlig;st&amp;auml;ben bewertbar. Mit Hamas und Fatah streiten nicht nur zwei Parteien um die Macht, sondern auch zwei Organisationen mit milit&amp;auml;rischen Kr&amp;auml;ften an ihren Seiten. Und das alles in einer Infrastruktur, die vorwiegend von Armut, Zerst&amp;ouml;rung, Abwesenheit von staatlicher, wirklich ordnender Gewalt gepr&amp;auml;gt ist. In diesem Umfeld geben die Menschen die Hoffnung nicht auf. Nat&amp;uuml;rlich nicht. "Unabh&amp;auml;ngig von der Partei sind wir alle Pal&amp;auml;stinenser", sagt Abu Saida. Aber die Gemeinschaftlichkeit mit der Hamas f&amp;auml;llt dem 46-J&amp;auml;hrigen nicht leicht, wenn er etwa davon berichtet, dass die Hamas einen guten Freund ermordet hat. Dennoch sagt er, "verschlie&amp;szlig;en wir von der Fatah uns nicht" einer m&amp;ouml;glichen Zusammenarbeit. &amp;Auml;hnlich wie Regierungssprecher Ghazi Hamad sieht auch Sufian Abu Saida &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenenpapier"&gt;das Gefangenenpapier&lt;/a&gt; als "guten Start".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/abdallah.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/200/abdallah.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Dritter Gespr&amp;auml;chspartner an meinem Tag in Gaza ist &lt;a href="http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_Palaestina/abdallah_frangi.htm"&gt;Abdallah Frangi&lt;/a&gt;, seit diesem Jahr Vorsitzender der Fatah in Gaza. Vorher war Frangi lange als &lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.palaestina.org/"&gt;Generaldelegierter Pal&amp;auml;stinas in Berlin&lt;/a&gt;. Er soll &amp;uuml;brigens 1972 als pal&amp;auml;stinensischer Studentenf&amp;uuml;hrer die Olympia-Attent&amp;auml;ter in seiner M&amp;uuml;nchner Wohnung beherbergt haben, ohne indes vom Vorhaben der Terroristen zu wissen. Das Interview f&amp;uuml;hren wir problemlos in deutscher Sprache. Frangi spricht sehr &amp;uuml;berlegt und macht auf mich den Eindruck, seine Worte sorgf&amp;auml;ltig auszuw&amp;auml;hlen. Nachdem die "Gewalt auf den Stra&amp;szlig;en weniger geworden" sei, arbeite man nun an einer "Atmosph&amp;auml;re f&amp;uuml;r politischen Dialog und einer Regierung der nationalen Einheit". Dazu stellt der studierte Politologe und Mediziner (Studium in Frankfurt am Main) klare Forderungen an die Hamas: "Behebung des Boykotts der Geldgeberl&amp;auml;nder und der internationalen Isolation". Interne Querelen seien "&amp;uuml;berhaupt keine Einschr&amp;auml;nkung f&amp;uuml;r die Aussichten, die Hamas zu verdr&amp;auml;ngen". Klar, dass er sich da sicherer ist, als Abu Saida, der bei einer n&amp;auml;chsten Wahl den Sieg der Hamas prophezeite. "Wir haben keine F&amp;uuml;hrer, keine Aktionen", kritisierte er Abdallah Frangi, "und wir wollen keine neuen F&amp;uuml;hrer, sondern nur dass sie was tun." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Gespr&amp;auml;ch mit Abdallah Frangi sind wir bald wieder zur&amp;uuml;ck am Grenz&amp;uuml;bergang nach Israel. Es ist so leicht f&amp;uuml;r uns, wieder zu gehen. Aber die Pal&amp;auml;stinenser haben diese M&amp;ouml;glichkeit nicht, sie m&amp;uuml;ssen versuchen, die vielen Probleme in den Begriff zu bekommen. Sufian Abu Saida sagte dazu zweierlei: "Es gibt keinen, der den Schl&amp;uuml;ssel zur L&amp;ouml;sung des Problems hat." Und: "Gott hilft uns [zwar], aber nicht bei allem. Wenn wir uns nicht selbst helfen, hilft Gott uns auch nicht."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115702536998432267?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115702536998432267/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115702536998432267' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115702536998432267'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115702536998432267'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/mein-tag-in-gaza-teil-2.html' title='Mein Tag in Gaza, Teil 2'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115697597610522342</id><published>2006-08-30T23:56:00.000+02:00</published><updated>2006-08-31T00:58:33.120+02:00</updated><title type='text'>Mein Tag in Gaza</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/strasse.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/320/strasse.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Ich denke: Wenn ein Thema es wert ist, mein unbegründetes Blog-Schweigen zu brechen, dann doch bestimmt mein Tag in Gaza. Was hat man nicht in den letzten Wochen alles vom Gaza-Streifen gehört: zu erst einmal natürlich relativ... nichts. Dass die israelische Armee abseits des Kriegs im Norden gegen die Hisbollah eine aufwändige zweite Front im Süden gegen Terroristen und deren Aktivitäten aus dem Gaza-Streifen betreibt, blieb ja verhältnismäßig wenig beachtet. Ist ja schließlich fast schon "daily business". Doch die Verschärfung der Lage in Nahost diesen Sommer hat ja immerhin durch die Entführung des &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gilad_Shalit"&gt;Hauptgefreiten Galid Shalit&lt;/a&gt; am 25. Juni begonnen, bei der zwei israelische Soldaten getötet und (inklusive Gilad Shalit) fünf verwundet wurden. Seitdem wurden über 200 Menschen im Gaza-Streifen getötet. Ich versuche, das so wertfrei wie möglich zu sagen, weil ich nicht weiß, wie viele davon mit Waffen in der Hand oder Rakete im Keller als Terroristen oder Terrorverdächtige galten. Erst seit Kriegsende stieg die internationale Medienpräsenz durch die zwei Wochen andauernde &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/688/83605/"&gt;Entführung eines amerikanischen Fox-Reporters mit seinem neuseeländischen Kameramann&lt;/a&gt;. Seit heute Morgen gibt es jetzt auch eine &lt;a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3297436,00.html"&gt;Reisewarnung vom US State Department für Gaza und die Westbank&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/blick_gaza.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/320/blick_gaza.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Nach mehrtägiger Vorlaufzeit konnte unsere Kontakt-person in Gaza, Zachariye Talmas, ARD-Mitarbeiter und ehemaliger Fatah-Funktionär und u.a. Kommandeur der ersten Intifada, die Vereinbarung dreier Interviews festlegen. Gleichzeitig stimmte das dann auch noch mit der Zusage der Einreisemöglichkeit durch die IDF überein. Manchmal lassen die gar keinen in den Gaza-Streifen einreisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem üblichen Durchleuchten, Pass- und Presseausweiskontrolle, Ausstellung eines Tagesvisums am Grenzübergang Eres können wir durch den etwa einen halben Kilometer langen Betontunnel zu Fuß in den Gaza-Streifen "einreisen". Wir marschieren durch den stillen, leeren Gang auf den palästinensischen Grenzposten zu. In anderen Zeiten harren hier frühmorgens tausende Palästinenser aus, bis sie aus dem Gaza-Streifen aus- und nach Israel zu ihrer Arbeit einreisen können. Der Grenzbeamte empfängt uns freundlich lachend, trägt unsere Passnummern in seine Liste ein. Dann dürfen wir passieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Parkplatz erwartet uns Zachariye mit seinem Golf IV. Nicht dass sich die Landschaft in den letzten 500 Metern großartig verändert hätte, aber irgendwie fühle ich mich "in the middle of nowhere". Verschlissene Palästinaflaggen wehen im Wind. Parkplatz, Checkpoint, Straße sind von aufgetürmten S-Draht-Rollen umgeben. Nur einen Steinwurf entfernt ein ehemaliges Industriegebiet, dessen Fabrikhallen brach da liegen, die verkohlten Fensteröffnungen klaffen wie faule, schwarze Zahnlücken im Zahnbild. Wir steigen ins Auto und Zachariye fährt uns die wenigen Kilometern bis nach Gaza-Stadt. Zerbombte Häuser am Straßenrand, Schlaglöcher en masse, Eselkarren, Staub, und Abfall. Von einer leichten Anhöhe blicken wir auf die Stadt: Gaza soll die weltweit am dichtesten besiedelte Stadt sein. (Zahlen finde ich dazu keine; &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_population_density"&gt;im gesamten Gaza-Streifen knapp 4000 Einwohner je Quadratkilometer&lt;/a&gt;, die Zahlen differieren aber.) Der Gaza-Streifen soll eine der größten Bevölkerungswachstumsraten haben (3,7%), 48% sind unter 15 Jahre alt (&lt;a href="https://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/gz.html"&gt;Quelle: CIA World Factbook&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/abfall.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/320/abfall.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Die Hauptstraßen der Stadt sind an diesem Morgen nicht gefüllt, aber belebt. Weil das Benzin so teuer geworden ist, können sich viele das Autofahren nicht mehr leisten. Da hat Zachariye wenigstens genug Platz immer und überall zu überholen. Rote Ampeln sind nur ein grober Anhalt, wobei "grober Anhalt" nicht unbedingt auch "anhalten" impliziert. Verkehrskommunikation nur mittels Hupe, eine Grundregel lautet Augenkontakt vermeiden: Wer sich umschaut, hat schon verloren. Kurz: So einen Verkehr hab ich noch nie gesehen. Und es sind noch nicht mal viele Autos unterwegs. Auf Verkehrsinseln, Gehsteigen, in Parkbuchten sammelt sich der Müll. Die LKW der Stadtreinigung fahren hupend im Protestkonvoi durch die Stadt. Die Männer streiken, weil ihnen seit sieben Monaten keine Gehälter gezahlt werden. In einer unasphaltierten, staubigen Nebenstraße sehe und rieche ich, was es bedeutet, wenn die unterirdische Kanalisation nicht funktioniert und die Abwässer am Bordstein entlanglaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Alltagsleben findet weitgehend öffentlich auf der Straße statt. Jedenfalls das der Männer. Die Arbeitslosenrate liegt bei 30% (im Mai 2006; jetzt vermutlich höher; &lt;a href="http://www.jerusalemites.org/press_release/2006/7-5-06.htm"&gt;Link zur Quelle&lt;/a&gt;), die Männer rauchen Wasserpfeife, trinken Kaffee und Tee. Die Jüngeren lungern in den zahlreichen Autowerkstätten. Aber es gibt vielerlei Geschäfte in Gaza: Elektrogeräte, Bauwaren, Stoffe, Lebensmittel, Internetcafes. Den in der Jerusalemer Zeitung beworbenen DSL-Internetzugang für Gaza werden sich wohl nur wenige leisten können. Hier, wo so viele Männer mit ihren Eselkarren unterwegs sind und Metall jeder Art, Baumaterial, Stacheldrahtrollen sammeln. Alles, was nicht niet- und nagelfest und noch brauchbar ist. Größter Arbeitgeber scheint mir aber die Hamas zu sein. An jeder Straßenecke sitzen oder stehen junge bewaffnete Männer in ihren schwarz-grauen Flecktarn-Uniformen. Es ist übrigens gar nicht so leicht, die richtige Vokabel für sie zu finden. Polizei ist es nicht. Armee auch nicht. Eher so eine Art Partei-Miliz. Wenn man die Hamas überhaupt als politische Partei anerkennt. "Was machen die denn hier?", frage ich Zachariye. "Kriegen die Anweisungen, was sie machen müssen? Oder warten die nur auf die nächste Schießerei?" Schulterzucken vom Fahrersitz: "Eher letzteres", meint unser Begleiter, "sie zeigen, dass die Hamas hier die Macht ist."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unseren ersten Interviewpartner des Tages treffen wir in Zachariyes Büro. Ghazi Hamad ist Regierungssprecher und Hamas-Mitglied, früher Redakteur der arabischen Wochenzeitung Al-Risala. Hamad &lt;a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1154525954624&amp;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull"&gt;kritisierte die Politik der Hamas&lt;/a&gt; zuletzt recht offen. Im Gespräch heute wiederholte er dies zum Teil. Während er eigene Fehler - also Fehler der Hamas - frei zugibt ("Wir sind verantwortlich für viele Dinge, die passieren."), klagt er auch über Israel und die internationale Gemeinschaft: "Man sollte der palästinensischen Seite nicht alle Fragen stellen, sondern auch der israelischen. [...] Wir brauchen Antworten von den Israelis. Aber die sagen immer nur 'Nein!'" Zur Verbesserung der Lage in Gaza sieht Hamad, der Tiermedizin studierte und sein Pharmakologie-Masterstudium im Sudan abbrechen musste, weil Israel ihn für fünf Jahre inhaftierte, "keine Alternative zur Zusammenarbeit zwischen Hamas und Fatah", erkennt das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenenpapier"&gt;Gefangenenpapier&lt;/a&gt; als "Referenz für die zukünftige Entwicklung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Fatah-Funktionäre dazu sagen, werde ich im zweiten Teil des Gaza-Postings berichten. Den gibt's aber erst morgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bruecke.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/400/bruecke.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115697597610522342?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115697597610522342/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115697597610522342' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115697597610522342'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115697597610522342'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/mein-tag-in-gaza.html' title='Mein Tag in Gaza'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115654296948408105</id><published>2006-08-25T23:47:00.000+02:00</published><updated>2006-08-26T00:06:22.750+02:00</updated><title type='text'>Tel Aviv</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/kaefer.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/320/kaefer.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Saftreklame in der stylischen Sheinkin-Street.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/zion.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/400/zion.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Das Sherut h&amp;auml;lt auch in Zion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kriegserkl&amp;auml;rung. &lt;br /&gt;Alles ist im Krieg. &lt;br /&gt;Die Katzen auch?&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/cat.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/400/cat.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115654296948408105?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115654296948408105/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115654296948408105' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115654296948408105'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115654296948408105'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/tel-aviv.html' title='Tel Aviv'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115650739012488246</id><published>2006-08-25T14:03:00.000+02:00</published><updated>2006-08-25T14:03:10.236+02:00</updated><title type='text'>Link zur Grossman-Rede auf Deutsch</title><content type='html'>So, sehr geehrte Damen und Herren,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;jetzt gibt's noch flugs den Link zur deutschen &amp;Uuml;bersetzung der Grossman-Eulogie. Vielen Dank f&amp;uuml;r die schnelle Zusendung. Es war ja gar nichbt allzu schwer zu finden, ich wei&amp;szlig; gar nicht, warum ich das nicht entdeckt habe. Vielleicht war's gestern vormittag noch nicht online? Egal. &lt;a href="http://www.zeit.de/2006/35/Trauerrede"&gt;Hier ist der Link!&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115650739012488246?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115650739012488246/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115650739012488246' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115650739012488246'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115650739012488246'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/link-zur-grossman-rede-auf-deutsch.html' title='Link zur Grossman-Rede auf Deutsch'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115643512113756475</id><published>2006-08-24T17:46:00.000+02:00</published><updated>2006-08-24T18:02:55.730+02:00</updated><title type='text'>Grossmans Lobrede heute in der ZEIT</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/uri%20grossman.5.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/320/uri%20grossman.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Im aktuellen E-Mail-Newsletter der israelischen Botschaft in Berlin habe ich gelesen, dass heute in der ZEIT eine gek&amp;uuml;rzte, deutsche Fassung der Grabrede Grossmans &amp;uuml;ber seinen Sohn Uri (Bild links) abgedruckt ist (btw: Seite 7).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Online habe ich diese nicht gefunden. Falls es jemand findet, bitte ich um den Link. Vielleicht findet sich ja auch ein ZEIT-Leser, der den Artikel mal eben auf den Scanner legt und mir per Mail zukommen l&amp;auml;sst. Das w&amp;auml;re ja ganz vorz&amp;uuml;glicher Service.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115643512113756475?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115643512113756475/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115643512113756475' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115643512113756475'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115643512113756475'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/grossmans-lobrede-heute-in-der-zeit.html' title='Grossmans Lobrede heute in der ZEIT'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115641074219877535</id><published>2006-08-24T11:11:00.000+02:00</published><updated>2006-08-24T18:09:09.160+02:00</updated><title type='text'>Lobrede auf einen Soldaten</title><content type='html'>In der Nacht vom 12. auf den 13. August sind wie an so vielen Tagen zuvor israelische Soldaten im Kampf gegen die Hisbollah gefallen. Einer von ihnen war nicht nur einer der gefallenen Kameraden, sondern in gewisser Hinsicht besonders. Als am n&amp;auml;chsten Tag die Zeitungen voll von Bildern dieses jungen Soldaten waren, musste ich nat&amp;uuml;rlich erst mal wieder nachfragen, wer das denn sei. "Uri Grossman, der Sohn von David Grossman, dem Schriftsteller", lautete dann die einhellige Antwort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/38128614@N00/107801500/"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px;" src="http://www.flickr.com/photos/38128614@N00/107801500/" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Geh&amp;ouml;rt hatte ich den Namen ja durchaus schon, aber genaues wusste ich mit David Grossman, geschweige denn mit seinem Sohn Uri, nicht anzufangen. In ihrem &lt;a href="http://ontheface.blogware.com/blog/_archives/2006/8/23/2255690.html"&gt;gestrigen Posting&lt;/a&gt; schreibt meine - nach wie vor - favorisierte Bloggerin, die israelische Journalistin Lisa Goldman (auf dem Bild rechts), &amp;uuml;ber David Grossman und seine Bedeutung f&amp;uuml;r die Israelis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige Passagen davon m&amp;ouml;chte ich (von mir &amp;uuml;bersetzt) zitieren und so auf die von David Grossman verfasste, am 16. August in der auflagenst&amp;auml;rksten israelischen Zeitung Yedioth Achronoth erschienenen Lobrede auf seinen Sohn Uri einleiten. Die &amp;Uuml;bersetzung vom Hebr&amp;auml;ischen ins Englische leistete erneut Lisa Goldman, die Lobrede ist auch Teil des oben verlinkten Beitrags ihres Blogs. Das wiederum werde ich nicht ins Deutsche &amp;uuml;bersetzen, erstens weil der Text recht lang ist, und vor allem zweitens weil es so sch&amp;ouml;n geschrieben ist und ich das nicht im Deutschen versauen m&amp;ouml;chte. Eckige Klammern stammen von mir und liefern Zusatzinformationen, Umformulierungen, Auslassungen und in der Lobrede Grossmans ein paar &amp;Uuml;bersetzungsvorschl&amp;auml;ge f&amp;uuml;r einzelne Worte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lasse jetzt erst mal &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/38128614@N00/"&gt;Lisa Goldman&lt;/a&gt; zu Wort kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;blockquote&gt;"Ich denke, f&amp;uuml;r die, die weder Israeli sind noch Hebr&amp;auml;isch sprechen, ist es sehr schwer zu verstehen, warum die Israelis Uri Grossmans Tod geschlossen beklagt haben. David Grossmans Sohn war kein politisches Symbol. Sein Tod war nicht einer der Momente, in denen Ikonen zerst&amp;ouml;rt werden. Israelis, die David Grossman nicht pers&amp;ouml;nlich kennen, haben mitgetrauert, weil David Grossman die Stimme ist, die unsere intimen Gef&amp;uuml;hle ausdr&amp;uuml;ckt. &amp;Uuml;ber die Familie, &amp;uuml;ber den Tod. Seine Geschichten f&amp;uuml;r Kinder sind sehr bekannt und beliebt - Geschichten wie die &lt;em&gt;Itamar&lt;/em&gt;-Reihe oder das Buch &lt;em&gt;Uri's Special Language&lt;/em&gt; ("Uri ist fast zwei Jahre alt und beginnt zu sprechen", f&amp;auml;ngt diese an, "nicht einmal seine Eltern verstehen, was Uri sagt."), das er schrieb, als sein Sohn Uri zwei Jahre alt war. [David Grossman ist so bekannt und beliebt, weil] seine Kurzgeschichten wie &lt;em&gt;Someone to run with&lt;/em&gt; (f&amp;uuml;r Teenager) [&lt;a href="http://www.someonetorunwith.com/"&gt;jetzt im israelischen Kino&lt;/a&gt;] und &lt;em&gt;See under: Love&lt;/em&gt; so wundersch&amp;ouml;n geschriebene Ausdr&amp;uuml;cke zweier universeller Themen und besonders israelischer Erfahrungen sind. [...]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gew&amp;ouml;hnlich wird Grossman zur Gruppe Autoren der &lt;em&gt;Generation of the State&lt;/em&gt; gez&amp;auml;hlt, die [...] sich sehr stark mit den gro&amp;szlig;en Themen Zukunft des Staates und Situation der Juden besch&amp;auml;ftigen. Grossman, der in der Mitte der achtziger Jahre ber&amp;uuml;hmt wurde, schreibt auch &amp;uuml;ber diese Themen, aber er hat einen viel sanfteren, zug&amp;auml;nglicheren, menschlicheren Blickwinkel und ist viel n&amp;auml;her am aktuellen Zeitgeist. Unvorstellbar etwa, dass [Amos] Oz oder [A.B.] Yehoshua [Zwei israelische Autoren, auf die sie sich vorher bezogen hat, den Part hab ich weggelassen.] den Text f&amp;uuml;r einen erfolgreichen hebr&amp;auml;ischen Hip-Hop-Song schreiben w&amp;uuml;rden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grossman wei&amp;szlig; einfach, unsere Gef&amp;uuml;hle in Worte zu fassen. Als sein Sohn starb, dachten wir an all die Gefallenen oder Schwerverletzten des letzten Monats, die wir kannten, und wir konnten uns mit ihm identifizieren, weil wir so viele trauernde Familien und Freunde gefallener Soldaten kennen, die den gleichen Schmerz ertragen m&amp;uuml;ssen. Weil Israel so ein kleines Land ist, kennt jeder jemanden, der eine Nachricht &amp;uuml;ber seine Einberufung f&amp;uuml;r den Kriegseinsatz im Libanon bekommen hat, oder jemanden, der gestorben ist oder verwundet wurde oder jemanden, der einen seiner Liebsten verloren hat."&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die sehr pers&amp;ouml;nliche Lobrede des Schriftstellers David Grossman auf seinen Sohn Uri ist daher wohl vorrangig als ein wundersch&amp;ouml;n formulierter Zugang in die Gedankenwelt der Israelis zu werten. Trotz ihrer Individualit&amp;auml;t und Intimit&amp;auml;t und vielleicht sogar genau deswegen bildet sie vielleicht das ab, was viele Israelis denken und f&amp;uuml;hlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;blockquote&gt;"Uri my dear,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Over the past three days almost every thought has begun with the word "no". No, he won’t come back. No, we won’t talk, and no we won’t laugh. No, there won’t be another boy like that, with the ironic look in his eyes and the fabulous sense of humour. No, there won’t be the young man who was so wise beyond his years, no there won’t be that warm smile and healthy appetite. No, there won’t be that rare combination of determination and gentleness, no there won’t be his straightforwardness and his wise heart. No, there won’t be any more of Uri’s infinite gentleness, and no there won’t be his inner quiet that calms every argument. And no we won’t watch &lt;em&gt;The Simpsons&lt;/em&gt; or &lt;em&gt;Seinfeld&lt;/em&gt; together, and no we won’t listen to Johnny Cash. And no we won’t feel your strong hugs. And no we won’t see you talking to Yonatan as you gesticulate wildly, and we won’t see you hug your beloved sister Ruthie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uri my love, throughout your short life we all learned from you. From your strength and your insistence on going your own way. For choosing your own path even if there was no chance you would succeed. With astonishment we watched your struggle to be accepted to an officers’ training course. You knew you would be a good officer, and you were never satisfied with being anything but the very best you were capable of. And when you succeeded I thought, Here is a man who has such a simple, sober understanding of his own abilities. He is completely free of pretension [Anma&amp;szlig;ung] and arrogance. He is completely unaffected by what others say about him. His source of strength lies within himself. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;That is the way you were from the time you were a child. You were a child who lived in harmony with himself and his environment. A child who knew he belonged, who knew he was loved, who knew his limitations and understood his uniqueness. And truly, when you forced the army to submit to your will and accept you as an officer, it was clear what kind of an officer and human being you would be. And now we hear from your friends and your soldiers about the officer and the friend, about how you would wake up before everyone else to arrange everything and go to bed only after everyone else had fallen asleep. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;And yesterday, at midnight, I looked at the house that was quite a mess after hundreds of people came to visit and comfort us, and I said, Well, now we need Uri to help us tidy up.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;You were the leftist [politisch links; in Israel: Friedensbewegung, R&amp;uuml;ckzugsbef&amp;uuml;rworter (Gaza, Westbank)] of your battalion, and they respected you, because you stood by your beliefs while carrying out all the missions you were assigned. I remember your telling me about your “checkpoint policy,” because of course you spent a lot of time at the checkpoints. You said that if there was a child in the car you stopped, you always started by trying to calm him down and make him laugh. And you always reminded yourself that the child was about Ruthie’s age, and that he was very afraid of you. And how much he hates you, and that he has reasons to hate, but in spite of that you would do everything in your power to make that terrible experience easier for him, while simultaneously doing your job without compromising. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;When you entered Lebanon, Mum said that the thing she feared most was your “Eliphelet’s Syndrome.” [Eliphelet is the hero of a poem by Nathan Alterman, about a naïve soldier who unquestioningly sacrifices himself for others; the poem was set to music and sung by Arik Einstein, amongst other famous Israeli singers. According to the Hebrew bible, Eliphelet was the name of one of King David’s sons; Anmerkung von Lisa Goldman]. We were very afraid that, like the Eliphelet in the poem, if it was necessary to save a wounded soldier, you would run straight into the line of fire, and you would be the first to volunteer to “restock the supply of ammunition when it ran low” [a line from Alterman’s poem; Anmerkung von Lisa Goldman]. And that just as you were your whole life, at school and at home and during your army service, just as you always volunteered to give up your furloughs ["Fronturlaub"] because another soldier needed the break more than you did, or because someone else’s situation was more difficult  – so you would behave there, in Lebanon, in the terrible face of war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;You were my son and also my friend, just as you were to your mother. Our souls are connected to yours. You were a person at peace with himself, a person whose company was a pleasure. I cannot express properly the extent to which you were someone to run with [reference to the title of Grossman’s novel for teenagers, &lt;em&gt;Someone to Run With&lt;/em&gt;; Anmerkung von Lisa Goldman]. On each of your furloughs you would say, "Dad, let’s go talk." And we would go out together, usually to a restaurant, and sit and talk. You told me so many things, Uri, and I was so proud to be the keeper of your secrets. That a man like you chose me as your confidante.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I remember how you deliberated [gr&amp;uuml;ndlich &amp;uuml;berlegen] once whether or not to punish one of your soldiers who had committed some disciplinary offense. You really suffered over that decision, because you knew it would enrage your soldiers, and also other officers who were more forgiving than you of certain offences. And you did pay a high price for your decision to punish that soldier, but afterward that event became one of the legends of your battalion – a sort of measuring stick for proper behaviour and sticking to the law. And on your last furlough you told me with bashful pride that your commanding officer held up your decision as an example of correct behaviour for an officer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;You lit up our lives, Uri. Mum and I raised you with love. It was so easy to love you with all our hearts, and I know that your short life was a good one. I hope that I was a fitting father for a boy like you. But I know that to be your mother’s son means that you were raised with generosity and kindness and infinite love, and you received all of that in plentitude. And you knew how to appreciate that, to be grateful and not to take any of it for granted. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;For now I am not going to say anything about the war in which you were killed. We, your family, have already lost this war. The State of Israel will have to do its own self-examination. We will retreat into our own pain, surrounded by our good friends, enveloped in the enormous love that we feel today from so many people, many of whom we didn’t even know, and I am grateful for their boundless support. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I only wish we all knew how to provide this kind of support and solidarity in different times. This is perhaps our greatest and most treasured national resource. I wish we knew how to be a little gentler with one another. I hope that we succeed in extricating ourselves now, at the very last minute, because even more difficult times are waiting for us. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I would like to say a few more words.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uri was a very Israeli boy. Even his name was very Israeli, very much a Hebrew name. He was the essence of Israeli-ness as I like to see it. The kind that has been almost forgotten, that is sometimes considered almost a curiosity. Many times I looked at him and thought that he, like Ruthie and Yonatan, was almost an anachronism. Uri with his uncompromising directness and acceptance of complete responsibility for everything that happened around him. Uri who was always the one to take initiative, who was always completely reliable. Uri with his deep sensitivity for suffering, for all emotional pain. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uri was a man of principle. That word has often been mocked over the past years. Because in our mad, cynical, world it is no longer “cool” to be principled. Or to be a humanist. Or to be truly sensitive to the suffering of others, even if the Other is your enemy on the battlefield.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;But I learned from Uri that it is possible to be both principled and cool. That we do need to uphold our values and defend ourselves simultaneously. We have to insist upon upholding our values in the face of temptation to give in to power and simplistic thinking, to give in to the corruption of cynicism and contempt for humanity, which are the true, great curse of those who have lived their whole lives in our disaster-prone [zur Katastrophe neigend] region of the world.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uri simply had the courage to be himself, always, in every situation, and to find his own voice in everything he did and said, and that is what protected him from the destruction, pollution and constricting of his soul. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uri was also incredibly funny and witty. It is impossible to talk about Uri without mentioning his hilarious brilliance. For example, when he was 13 I once told him: “Imagine if you and your children were able to fly to outer space just as people fly today to Europe.” And he smiled: “I’m not so attracted to outer space, you can find everything on planet earth.”&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Or another time, we were driving in the car, and his mother and I were discussing a new book that was attracting a lot of attention and talking about various authors’ reviews, and Uri who was 9 years old piped up from the back seat: “Hey, you elitists, remember that there are simple people back here who don’t understand a word of what you’re talking about!”&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Or for example Uri, who really did not like figs [Feigen], once held a bunch of dried figs in his hand and said: “Remind me, aren’t dried figs just regular figs that sinned in a previous life?” Or when I once hesitated over accepting an invitation to Japan, Uri said: “How can you not go? Can you imagine what it’ll be like to visit the only country in the world where there are no Japanese tourists?”&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dear friends, on the night between Saturday and Sunday, at twenty minutes before three in the morning, our doorbell rang. The voice at the intercom said it was from “the municipal officer,” and I went to open the door and I thought to myself, “That’s it. Life is over.”&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;But within five minutes, when Michal [Grossman’s wife; Anmerkung von Lisa Goldman] and I went into Ruthie’s room and woke her up in order to tell her the horrible news, Ruthie, after her first tears, said: “But we will live, right? We will live just as before, and I want to continue to sing in the choir, and that we will continue to laugh as always, and I want to learn to play the guitar.” And we hugged her, and we told her we would live. And Ruthie also said: “What a fantastic threesome we were, Yonatan, Uri and I.”&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;And you really were a fantastic team. Yonatan, you and Uri were not just brothers, but soul mates, with your own world and your own private language and your own sense of humour. And Ruthie, Uri loved you with all his heart and soul. He always treated you with such gentleness, and I remember how during our last phone conversation, when we were so happy that the UN was about to declare a ceasefire, he insisted on speaking with you. And how you wept afterward. As if you already knew.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Our lives are not over. We have just suffered a very hard blow. We will draw the strength we need to absorb the blow from one another, from our togetherness, from Michal and from me and from our children and also from the grandparents who loved him with all their hearts – “neshumeh,” they called him, because he really was all soul – and from your aunts and uncles and cousins and from all your many friends from school and from your comrades in arms who accompany us here with such concern and deep affection. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;And we will also draw our strength from Uri. He had such a plentitude of strength that it will serve us for many years. He radiated such strong vitality and vibrancy, such warmth and love, and his light will continue to shine on us forever – even if the star itself is extinguished.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Our beloved one, it was our great privilege to live with you. Thank you for every moment you were ours. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mom, Dad, Yonatan and Ruthie"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115641074219877535?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115641074219877535/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115641074219877535' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115641074219877535'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115641074219877535'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/lobrede-auf-einen-soldaten.html' title='Lobrede auf einen Soldaten'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115635899319182510</id><published>2006-08-23T20:49:00.000+02:00</published><updated>2006-08-23T20:49:53.240+02:00</updated><title type='text'>Fehlerteufel im letzten Beitrag!!</title><content type='html'>Danke f&amp;uuml;r den schnellen Hinweis! Wenn ich schon mal mit Zahlen hantiere, schleicht sich aber auch sofort der bl&amp;ouml;de Fehlerteufel ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn selbstverst&amp;auml;ndlich habe ich zu viele Nullen an den Start gebracht. Man m&amp;ouml;ge daher bei den Fu&amp;szlig;ballfeldumrechnungen jeweils eine Nullstelle streichen, dann stimmen die Zahlen aber auch schon wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mea culpa.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115635899319182510?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115635899319182510/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115635899319182510' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115635899319182510'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115635899319182510'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/fehlerteufel-im-letzten-beitrag.html' title='Fehlerteufel im letzten Beitrag!!'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115633090730170587</id><published>2006-08-23T12:38:00.000+02:00</published><updated>2006-08-23T13:01:47.316+02:00</updated><title type='text'>Bäume in der Mikrowelle</title><content type='html'>In den letzten Wochen habe ich von ganz vielen Katjuscha-Raketen berichtet, von den Sch&amp;auml;den, die diese in den St&amp;auml;dten anrichteten. Oder eben nicht! Weil man beim Katjuscha-Beschuss durch die Hisbollah nicht wirklich von pr&amp;auml;zise gezieltem Beschuss reden konnte, sind viele Raketen ja auch im freien Gel&amp;auml;nde eingeschlagen. Dem konnte ich gestern auf meiner vielleicht ja schon letzten Tour in den Norden des Landes auf den Grund gehen. (F&amp;uuml;r die Lesefaulen, die's nicht bis zum Textende schaffen, &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/85951871@N00/?saved=1"&gt;hier schon mal der Link zur Fotoseite bei Flickr&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Wald in Nordisrael, dem Biriya-Wald, der die Stadt Safed [seltsamerweise Zfat gesprochen] umgibt, zerst&amp;ouml;rten die beim Aufschlag unmittelbar einen Waldbrand entz&amp;uuml;ndenden Katjuschas mit 150 von insgesamt 1500 Hektar zehn Prozent des Gesamtareals. Das ist eine verbrannte Fl&amp;auml;che von mehr als 2000 Fu&amp;szlig;ballfeldern (wenn man ein Feld von 70m x 100m zugrunde legt). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im nordwestlich von Kiryat Shmona gelegenen Naftali-Wald, mit 1000 Hektar ein bisschen kleiner, wurden sage und schreibe 70 Prozent des Baumbestandes zerst&amp;ouml;rt. Das sind dann 10000 Fu&amp;szlig;ballfelder - unglaublich! Im gesamten Norden des Landes waren es 1200 Hektar Wald! Paul Ginsberg von der &lt;a href="http://www.kkl.org.il/kkl/kklmain_brown_eng.aspx"&gt;Naturschutzorganisation KKL&lt;/a&gt; (Keren Kayemeth leIsrael - Jewish National Fund) sch&amp;auml;tzte den Verlust auf 700.000 bis 750.000 B&amp;auml;me. Die beiden W&amp;auml;lder Biriya und Naftali wurden in den letzten 60 Jahren aus verschiedenen Kiefernsorten, aber auch Zpressen und Eukalyptus angepflanzt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Waldarbeiter von KKL haben dabei nat&amp;uuml;rlich nicht tatenlos zugesehen, sondern versucht, die Br&amp;auml;nde zu l&amp;ouml;schen. Mit zehn privaten L&amp;ouml;schflugzeugen, von denen zum Teil acht gleichzeitig in der Luft gewesen seien, und Feuerwehrfahrzeugen habe man bis zu 40 Feuer am Tag bek&amp;auml;pft, sagte Paul Ginsberg. "Wenn sechs Katjuschas in den Wald fielen, hatten wir an sechs verschiedenen Stellen sechs Waldbr&amp;auml;nde", so Ginsberg weiter, "wir haben dann immer gehofft, dass die in einem schon verlorenen St&amp;uuml;ck Wald einschlagen." Trotz der vom Hoime Front Command auferlegten Arbeitssperre seien 90 Prozent der Waldarbeiter gekommen, um Br&amp;auml;nde zu l&amp;ouml;schen. "Wir sind eine gro&amp;szlig;e Familie: Juden und Moslems, Christen und Drusen", betont Ginsberg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir in einem verbrannten Waldabschnitt standen, erkl&amp;auml;rte er die nur gebr&amp;auml;unten, aber nicht verbrannten Nadeln an den Kiefern. Das Feuer habe sich vom Tal aus den Hang hinauf immer mehr beschleunigt, "der Brand heizt den dar&amp;uuml;ber liegenden Abschnitt ja schon vor". Die Hitze sei dann so "dicht", dass die Nadeln gewisserma&amp;szlig;en gebacken w&amp;uuml;rden. "They got microwaved", sagte er genau. So ergibt sich das skurrile Bild, dass manche B&amp;auml;ume oben noch Gr&amp;uuml;n tragen, darunter aber einen verkohlten Stamm und trockene, braune Nadeln tragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur ein paar hundert Meter weiter zeigte er dann einen "richtig" verbrannten Wald. "Ein bisschen wie Verdun", denke ich mir inmitten der gespenstigen Baumgerippe. Wohlwissend, dass Verdun nach der sinnlosen Materialschlacht des Ersten Weltkrieges um ein Vielfaches krasser ausgesehen haben muss. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem jetzt alle Br&amp;auml;nde gel&amp;ouml;scht, Sch&amp;auml;den gez&amp;auml;hlt und begutachtet sind, steht die Naturschutzorganisation KKL, 1901 auf dem F&amp;uuml;nften Zionistenkongress in Basel gegr&amp;uuml;ndet, vor einer gro&amp;szlig;en Aufgabe. Alle B&amp;auml;ume mit mehr als 50 Prozent Verbrennungen m&amp;uuml;ssen gef&amp;auml;llt werden, innerhalb der n&amp;auml;chsten maximal vier Jahre sollen die W&amp;auml;lder wieder aufgeforstet werden. 200 Millionen Schekel, also gut 35 Millionen Euro, veranschlagt Ginsberg f&amp;uuml;r den Wiederaufbau, der nach dem Prinzip nachhaltiger Entwicklung gedacht ist. &amp;Ouml;kotourismus hei&amp;szlig;t das Schlagwort, das dem Wald einen &amp;ouml;kologisch gesunden Fortbestand, den Israelis Urlaubsm&amp;ouml;glichkeiten und den Bewohnern Galil&amp;auml;as &amp;ouml;konomische Sicherheit gew&amp;auml;hrleisten soll.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115633090730170587?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115633090730170587/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115633090730170587' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115633090730170587'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115633090730170587'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/bume-in-der-mikrowelle.html' title='B&amp;auml;ume in der Mikrowelle'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115606309713122885</id><published>2006-08-20T10:30:00.000+02:00</published><updated>2006-08-20T10:38:17.143+02:00</updated><title type='text'>Nimm Dir Essen mit, wir fahr'n nach Brandenburg...</title><content type='html'>F&amp;uuml;r Brandenburger und Berliner, f&amp;uuml;r Ossis und Wessis, f&amp;uuml;r Ossi-Hasser und Integrationsaktivisten, f&amp;uuml;r Schlecker- und Lidl-Kunden, Landstra&amp;szlig;enraser, Neonazis und Chirurgen hab ich &lt;a href="http://www.jensscholz.com/2006_08_01_archive.htm#115574208888917791"&gt;hier&lt;/a&gt; ein wirkliches musikalisches Schmankerl entdeckt, das ich keinenfalls irgendwem vorenthalten m&amp;ouml;chte und kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115606309713122885?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115606309713122885/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115606309713122885' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115606309713122885'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115606309713122885'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/nimm-dir-essen-mit-wir-fahrn-nach.html' title='Nimm Dir Essen mit, wir fahr&apos;n nach Brandenburg...'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115605869497253076</id><published>2006-08-20T08:41:00.000+02:00</published><updated>2006-08-20T09:28:37.340+02:00</updated><title type='text'>Verdächtigt seine Zunge mit Gewalt in ihren Mund eingeführt zu haben...</title><content type='html'>Nachdem ich im letzten Posting &amp;uuml;ber die Frage berichtet habe, ob der Staatspr&amp;auml;sident wohl seine Finger bei sich behalten kann, wenn weibliche Angestellte in seiner Umgebung sind, stellt sich diese Frage nun auch bez&amp;uuml;glich des Justizministers Chaim Ramon. Wie die Jerusalem Post anschaulich schreibt: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"He is suspected of having used force to kiss afemale soldier on the lips and insert his tongue into her mouth on the day the soldier celebrated her last day of work [...] in a government office."  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abschied noch mal gut die Zunge reingeschoben - so geht das aber nicht, Herr Minister. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/5799/2237/1600/Alanya.0.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/5799/2237/1600/Alanya.0.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Dar&amp;uuml;ber hinaus bin ich beim Surfen noch auf weitere deutsch-sprachige Blogs aufmerksam geworden, die sich mit dem Nahen Osten, also Israel und seinen netten Nachbarn, befassen. Liza (jetzt also mal eine mit "z", also nicht die gleiche Lisa wie bei &lt;a href="http://ontheface.blogware.com"&gt;On the Face&lt;/a&gt;, einfach ein toller Name... Liiiisa) von &lt;a href="http://lizaswelt.blogspot.com/"&gt;Lizas Welt&lt;/a&gt; schreibt offenbar von Hamburg aus und schreibt in diesem &lt;a href="http://lizaswelt.blogspot.com/2006/08/kiezmiliz.html"&gt;Posting&lt;/a&gt; unter anderem &amp;uuml;ber das auf dem Bild gezeigte Gesch&amp;auml;ft im t&amp;uuml;rkischen Urlaubsort Alanya, das mit dem Schild "F&amp;uuml;r israelische Kinderm&amp;ouml;rder kein Verkauf, kein Eintritt" den siebzig Jahre alten Shopping-Hinweis "Verkauf nicht an Juden" neu interpretiert, wie sie findet. Im gleichen Eintrag zitiert sie die &amp;ouml;sterreichische Zeitung "Kurier" mit einer mir bekannt vorkommenden Story. Haben wir &lt;a href="http://www.welt.de/data/2006/08/16/999732.html"&gt;die Geschichte mit den Taufnamen&lt;/a&gt; nicht vielleicht schon mal &lt;a href="http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/gedankengebde-zwischen-den-welten-auf.html"&gt;irgendwo&lt;/a&gt; gelesen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Offenbar aus Israel selbst schreibt der Verfasser von &lt;a href="http://goysworld.blogspot.com"&gt;A Goy's World&lt;/a&gt;, der seinen Blog mit dem Untertitel "Mein Weg als Deutscher und Nichtjude" bewirbt. Hier findet man von Zeit zu Zeit interessante Eintr&amp;auml;ge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im &lt;a href="http://rungholt.wordpress.com/2006/08/19/wie-wenn-man-zu-lange-geschlafen-hat/"&gt;ersten Posting in Lilas Blog&lt;/a&gt; seit l&amp;auml;ngerer Zeit entdecke ich, dass die Dame, die normalerweise Kibbuznik in Galil&amp;auml;a und derzeit auf Heimaturlaub in Deutschland ist, vom sch&amp;ouml;nen Niederrhein kommt. Die &lt;a href="http://rungholt.wordpress.com/about/"&gt;Seite &amp;uuml;ber sie selbst&lt;/a&gt; sagt es dann auch genau, sie kommt aus dem sch&amp;ouml;nen J&amp;uuml;lich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen weiteren deutschsprachigen Blog erg&amp;auml;nze ich der Vollst&amp;auml;ndigkeit halber. Bei &lt;a href="http://jerusalem28.blog.de/"&gt;Jerusalem28&lt;/a&gt; berichten deutsche Arch&amp;auml;ologie(?)-Studenten aus Jerusalem &amp;uuml;ber ihre Zeit in Israel. Es handelt sich aber vorrangig um Erfahrungsberichte, weniger um eine Reflexion der aktuellen (politischen) Situation.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115605869497253076?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115605869497253076/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115605869497253076' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115605869497253076'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115605869497253076'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/verdhrt-zu-haben.html' title='Verd&amp;auml;chtigt seine Zunge mit Gewalt in ihren Mund eingef&amp;uuml;hrt zu haben...'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115588467406585137</id><published>2006-08-18T08:09:00.000+02:00</published><updated>2006-08-18T09:04:34.113+02:00</updated><title type='text'>Die Zeitung von gestern</title><content type='html'>Es ist zwar ein bisschen doof, dass ich es erst jetzt mache, aber heute muss ich erz&amp;auml;hlen, was gestern bei &lt;a href="http://www.haaretz.com"&gt;haaretz.com&lt;/a&gt; die Schlagzeilen waren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An erster Stelle nat&amp;uuml;rlich die Berichte &amp;uuml;ber die Stationierung libanesischer Truppen s&amp;uuml;dlich des Litani-Flusses.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dar&amp;uuml;ber hinaus schienen mir die Themen einen deutlichen innenpolitischen Schwerpunkt zu haben; man k&amp;ouml;nnte es aber auch Schlammschlacht nennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die vielleicht drei wichtigsten Politiker im Land standen in den Schlagzeilen. Nachdem seine Libanonpolitik zuvor von den Kolumnisten auseinandergenommen worden war, soll Premierminister Olmert jetzt zum Vorwurf, Zuwendungen in H&amp;ouml;he von einer halben Million US-Dollar erhalten zu haben, befragt werden. Dem Ehepaar Olmert sei bei der Anschaffung ihres Gartenapartments "ein exorbitanter Preisnachlass auf die Kaufsumme" gew&amp;auml;hrt worden. (&lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/751449.html"&gt;Artikel hier.&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Parallel dazu geht jetzt nach Kriegsende die Aff&amp;auml;rre um den israelischen Staatspr&amp;auml;sidenten Mosche Katsav weiter, der Mitarbeiterinnen sexuell bel&amp;auml;stigt haben soll. Der Vorwurf kam allerdings erst auf, als die (ehemaligen) Mitarbeiterinnen der versuchten Erpressung verd&amp;auml;chtigt wurden. Wie im Fernsehen: Katsav legt einen Brief vor, in dem sie die Erpressung versucht und den Vorwurf der sexuellen Bel&amp;auml;stigung ank&amp;uuml;ndigt. Jetzt hat sie sich sogar mit einem L&amp;uuml;gendetektortest einverstanden erkl&amp;auml;rt. Gab's so etwas Spannendes auch schon mal in Deutschland? - Kann mich nicht daran erinnern. (&lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/751443.html"&gt;Artikel hier.&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die dritte Meldung im Bunde ist die des Verteidigungsministers Amir Peretz. Peretz, der erste Verteidigungsminister Israels ohne milit&amp;auml;rische Karriere, beschuldigte gewisserma&amp;szlig;en direkt nach dem Krieg, die IDF habe die Raketen der Hisbollah "ganz unten auf der Priorit&amp;auml;tenliste" gef&amp;uuml;hrt, sie nicht als strategische Bedrohung dargestellt und bewusst weitere Informationen zur&amp;uuml;ckgehalten. Manche sagen, Peretz erwarte den R&amp;uuml;cktritt des Generalstabschefs Dan Chalutz (ich schreibe ihn jetzt erstmals mit "Ch" statt mit "H", weil es nicht Halutz wie in "&lt;strong&gt;Halu&lt;/strong&gt;nke", sondern Chalutz wie in "Ma&lt;strong&gt;ch&lt;/strong&gt;mud" oder "Wa&lt;strong&gt;ch&lt;/strong&gt;hund" hei&amp;szlig;t).&lt;br /&gt;Unterdessen hat eben jener Armeechef eine Liste ein- und ausgehender Telefonate hoch rangiger Offiziere gefordert und bekommen, um den Maulwurf zu entlarven, der Informationen an die Presse weitergegeben haben soll. (&lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/751448.html"&gt;Artikel hier.&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um der Presseschau des Vortages (soviel zum Thema "Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern", Jens!!) einen w&amp;uuml;rdigen Abschluss zu geben, darf ich hiermit noch auf eine &lt;a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5820570_REF1_NAV_BAB,00.html"&gt;sch&amp;ouml;ne R&amp;uuml;ckkehrergeschichte von tagesschau.de&lt;/a&gt; aufmerksam machen, die sich auch um unten abgebildetes Haus dreht, das der aufmerksame Leser vielleicht schon mal in meinen Bildern gesehen hat. Hah, ich hatte es einen Tag eher!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/85951871@N00/218253237/" title="Photo Sharing"&gt;&lt;img src="http://static.flickr.com/98/218253237_7ede5a7dc6_o.jpg" width="395" height="296" alt="Bild von tagesschau.de, 17. August 2006" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115588467406585137?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115588467406585137/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115588467406585137' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115588467406585137'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115588467406585137'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/die-zeitung-von-gestern.html' title='Die Zeitung von gestern'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115574385149379494</id><published>2006-08-16T17:51:00.000+02:00</published><updated>2006-08-16T17:57:31.506+02:00</updated><title type='text'>Interview</title><content type='html'>Ich reiche hier noch schnell einen hoch interessanten Link nach: ein Interview mit einem der Hisbollah-Terroristen, die die zwei israelische Soldaten entf&amp;uuml;hrten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Interview gibt's als Viedo auf der Homepage der israelischen Botschaft in Berlin. Leider sind &amp;uuml;berhaupt keine Quellenangaben vorhanden. Wer hat ihn interviewt? Wann und wo? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch ist's hochinteressant. &lt;a href="http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?DocumentID=99949&amp;MissionID=88"&gt;Hier der Link.&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115574385149379494?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115574385149379494/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115574385149379494' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115574385149379494'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115574385149379494'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/interview.html' title='Interview'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115573945161694503</id><published>2006-08-16T13:36:00.000+02:00</published><updated>2006-08-16T16:44:11.650+02:00</updated><title type='text'>Gedankengebäde zwischen den Welten auf lockerem Sand gebaut</title><content type='html'>Heute hat mir mein Mitbewohner sein Lieblingslied vorgestellt: "Brothers in Arms" von Dire Straits. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es bietet Soldaten - vor allem denen, die Krieg erlebt haben, - viele emotionale Ansatzpunkte (ist ja auch nicht verwunderlich bei einem Lied, das den Titel "Waffenbr&amp;uuml;der" tr&amp;auml;gt). Wie etwa die zweite Strophe:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Through these fields of destruction&lt;br /&gt;Baptisms of fire&lt;br /&gt;I've watched all your suffering&lt;br /&gt;As the battles raged higher&lt;br /&gt;And though they did hurt me so bad&lt;br /&gt;In the fear and alarm&lt;br /&gt;You did not desert me&lt;br /&gt;My brothers in arms"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;F&amp;uuml;r die derzeitige Situation hier in Nahost finde ich aber die darauf folgenden Zeilen passender, die ein guter Spiegel daf&amp;uuml;r sind, dass viele Menschen keine Hoffnungen auf einen dauerhaften Frieden haben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"There's so many different worlds&lt;br /&gt;So many different suns&lt;br /&gt;And we have just one world&lt;br /&gt;But we live in different ones"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeichen dieser verschiedenen Welten finde ich im Moment zuhauf. Vorgestern sprach mir ein 21-J&amp;auml;hriger, der nach Ende des Krieges zu seinen Eltern nach Kiryat Shmona zur&amp;uuml;ckkehrte (&lt;a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1154525881692&amp;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull"&gt;hier&lt;/a&gt; ein sehr sch&amp;ouml;ner Artikel aus der Jerusalem Post &amp;uuml;ber die R&amp;uuml;ckkehrer), nicht nur die F&amp;auml;higkeit, sondern auch die M&amp;ouml;glichkeit ab, den seit der Existenz Israels bestehenden Konflikt mit den arabischen Nachbarstaaten zu verstehen. Als ich seine Frage, ob ich Jude sei, verneinte, reichte ihm das f&amp;uuml;r dieses Urteil. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gebe mir weiterhin M&amp;uuml;he, zu verstehen, sagte ich ihm, und dass es ungeheuer schwer sei, Israelis auch die libanesische Position zu vermitteln. Da nahm sein Interesse an unserer Unterhaltung auf einmal ganz schnell ab. "Die Menschen dort sehen nun mal nicht, dass die Hisbollah den Krieg angefangen hat, sie sehen nur die Zerst&amp;ouml;rung ihrer D&amp;ouml;rfer durch israelische Bomben", habe ich es weiter versucht. Aber er sch&amp;uuml;ttelte nur den Kopf. Ob er mich nicht verstand oder nicht verstehen wollte, ist jetzt eine andere Frage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass ich versuche, beide Seiten zu verstehen, konnte ich ihm also leider nicht vermitteln. Ich finde &amp;uuml;brigens, dass es gar nicht so besonders schwer ist, die Israelis zu verstehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da gibt es im Norden, im Libanon, die Hisbollah, die, nachdem sie das israelische Milit&amp;auml;r mit der Entf&amp;uuml;hrung zweier Soldaten und mit Katjuscha-Raketen provoziert und so die Zerst&amp;ouml;rung libanesischer Infrastruktur mindestens fahrl&amp;auml;ssig, wenn nicht vors&amp;auml;tzlich, herbeigef&amp;uuml;hrt hat, jetzt eine neue Charme-Offensive startet. Husch, husch, schnell die Waffen wieder verpacken, Tarnfleck in den Kleiderschrank, Arbeitsklamotten anziehen und alles wieder aufbauen. Internationale Hilfe? Pah, brauchen wir nicht. "Spiegel online"-Artikel dazu &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,431915,00.html"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hisbollah wird - was ja nicht mal mehr offenes Geheimnis, sondern schlichtweg eine Tatsache ist - von Syrien, dem im Uhrzeigersinn n&amp;auml;chsten Nachbarstaat Israels, logistisch, finanziell, personell und in jeder anderen erdenklichen Weise unterst&amp;uuml;tzt. Da &amp;uuml;berrascht es fast schon nicht besonders, dass Syrien sich recht offen gegen&amp;uuml;ber den diplomatischen und politischen Versuchen eines friedlichen Zusammenlebens verweigert. Pressestimmen zu Steinmeiers Absage seines Besuchs in Damaskus und Interpretationen dieser Entscheidung hier bei &lt;a href="http://www.zeit.de/online/2006/33/Presseschau-Syrien-Steinmeier?page=1"&gt;ZEIT online&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Geografisch gleich hinter Syrien, politisch aber wohl eher der Vorreiter, befindet sich der Iran. Dessen Staatspr&amp;auml;sidenten Achmadinedschad hat der ehemalige israelische Premierminister und als Likud-Chef jetziger Oppositionsf&amp;uuml;hrer Benjamin Netanyahu in einer Knesset-Rede am Montag mit Adolf Hitler auf eine Stufe gestellt. Achmadinedschads &amp;Auml;u&amp;szlig;erungen (Beispiele erspare ich mir; es gibt ja genug.) und seine nuklearen Ambitionen machen den Israelis schlichtweg Angst. Bei den Pal&amp;auml;stinensern scheint er dagegen immer popul&amp;auml;rer zu werden. Dazu &lt;a href="http://www.welt.de/data/2006/08/16/999732.html"&gt;dieser bemerkenswerte Bericht der "Welt"&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;Uuml;ber die Rolle Jordaniens und &amp;Auml;gyptens, den verbleibenden Nachbarl&amp;auml;ndern Israels, wei&amp;szlig; ich im Moment nicht so viel zu berichten. Sie gelten ja als gem&amp;auml;&amp;szlig;igtere arabische Staaten. Mal sehen, was Herr Steinmeier in Jordanien erreicht. Die &amp;auml;gyptischen Vermittlungsversuche bez&amp;uuml;glich Gaza sind ja offenbar recht wenig erfolgreich: Abseits der Welt&amp;ouml;ffentlichkeit (Das liegt allerdings auch an der israelischen Informationspolitik, die Journalisten kaum in den Gazastreifen l&amp;auml;sst.) haben sich in diesem Sommer auch hier die Opferzahlen im dreistelligen Bereich eingefunden. &lt;a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5813890_REF3,00.html"&gt;Hier&lt;/a&gt; der Bericht von tagesschau.de.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aussichten in den verschiedenen Welten, in denen der Westen, Israel und die Islamisten zu leben scheinen, kommentiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung in einer simplen Metapher. "Die Gedankengeb&amp;auml;ude", schreibt die FAZ, "die bald schon L&amp;oumkl;sungen tragen sollen", sind auf "lockerem Sand" gebaut. (Zitiert im oben verlinkten ZEIT-Artikel.)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115573945161694503?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115573945161694503/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115573945161694503' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115573945161694503'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115573945161694503'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/gedankengebde-zwischen-den-welten-auf.html' title='Gedankengeb&amp;auml;de zwischen den Welten auf lockerem Sand gebaut'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115564495701729356</id><published>2006-08-15T13:28:00.000+02:00</published><updated>2006-08-15T14:29:17.030+02:00</updated><title type='text'>Fotos</title><content type='html'>Nachdem Blogger mit so gro&amp;szlig;en Datenmengen wie bei einer zweistelligen Anzahl von Fotos nur unzuverl&amp;auml;ssig umgeht, also u.a. der Upload mehrfach fehlschl&amp;auml;gt, greife ich auf eine durchweg akzeptable Alternative zur&amp;uuml;ck. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr findet die Bilder &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/85951871@N00/"&gt;hier auf meinem Flickr-Account&lt;/a&gt;. Ich habe 24 St&amp;uuml;ck vom gestrigen Tage ausgesucht, hochgeladen und kommentiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eure Kommentare, Fragen und Anregungen zu den Bildern bitte hier als Kommentar posten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115564495701729356?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115564495701729356/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115564495701729356' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115564495701729356'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115564495701729356'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/fotos.html' title='Fotos'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115563580653430583</id><published>2006-08-15T11:46:00.000+02:00</published><updated>2006-08-15T11:56:46.553+02:00</updated><title type='text'>Verwirrspiel</title><content type='html'>Was ich bemerkt habe:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den letzten Beitrag habe ich nicht um 23:22 Uhr Ortszeit begonnen, sondern um 0:22 Uhr. Die andere Zeit zeigte mein Laptop, dessen Systemzeit ich nicht umgestellt habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann stellt sich die Frage, wie Blogger als Zeit des Eintrags 0:15 Uhr anzeigen kann. Auch das ein leichtes: nicht nur, dass ich die Systemzeit meines Blogs nicht von Mitteleurop&amp;auml;ischer auf Osteurop&amp;auml;ische umgestellt habe, sondern nennt Blogger immer die Zeit, in der das Dialogfenster ge&amp;ouml;ffnet wurde und ich anfange, den Beitrag zu schreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also 0:22 Uhr Ortszeit begonnen, Beitrag auf dem Laptop zu tippen. 1:15 Uhr Ortszeit begonnen, Artikel online bei Blogger fertigzustellen. 1:53 Uhr Ortszeit fertig geworden. Und ins Bettchen gefallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Watt'n Dureen, wie der Niederrheiner seufzt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115563580653430583?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115563580653430583/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115563580653430583' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115563580653430583'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115563580653430583'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/verwirrspiel.html' title='Verwirrspiel'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115559637176777788</id><published>2006-08-15T00:15:00.000+02:00</published><updated>2006-08-15T00:59:31.783+02:00</updated><title type='text'>Schluss für heute</title><content type='html'>23:22 Uhr Ortszeit, ich bin zur&amp;uuml;ck in Ramat Gan. Ich m&amp;ouml;chte noch den Tag mit dem Rest des Tagesberichtes abschlie&amp;szlig;en. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem heute (14.8.) also bis kurz vor acht Uhr morgens gek&amp;auml;mpft wurde, hielten danach beide Konfliktparteien bzw. Kriegsgegner den vereinbarten Waffenstillstand ein. Die f&amp;uuml;r kurz davor erwartete Raketenoffensive der Hisbollah war ausgeblieben. In den Mittagsstunden meldeten die Radiosender dann den folgenden Vorfall: Ein Hisbollah-K&amp;auml;pfer sprang nahe einer IDF-Stellung aus der Deckung und er&amp;ouml;ffnete das Feuer. &lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/750061.html"&gt;Die israelischen Soldaten schossen  zur&amp;uuml;ck und t&amp;ouml;teten den Mann. IDF-Sprecher betonten, dass diese Reaktion mit der UN-Resolution nicht in Konflikt st&amp;uuml;nde. Bei unmittelbarer Todesgefahr d&amp;uuml;rfen die Soldaten schie&amp;szlig;en.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und danach... blieb es ruhig. Kein erneuter Raketenbeschuss auf Nordisrael, kein Aufflammen der K&amp;auml;mpfe in und um libanesische(n) Ortschaften und Hisbollah-Hochburgen. Deutet sich hier etwa wirklich eine Chance auf eine Chance an? Mir indes fehlt f&amp;uuml;r ernst gemeinten Optimismus der Mut, f&amp;uuml;r harten, zynischen Pessimismus bin ich aber zu hoffnungsvoll. Weiteres kann erneut nur die Zukunft zeigen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Kiryat Shmona war von einer gro&amp;szlig;en Erleichterung &amp;uuml;ber das m&amp;ouml;gliche Ende des st&amp;auml;ndigen Katjuscha-Beschusses nicht viel zu merken. Es sind aber auch nicht viele Menschen da, die gro&amp;szlig;artig aufatmen k&amp;ouml;nnten. Abgesehen von den gro&amp;szlig;en Gel&amp;auml;ndewagen und Vans mit den aus Klebeband improvisierten "TV"-Aufschriften (Ob die Katjuscha einen Erkennungsmechanismus hat, der sie davor bewahrt, Medienvertreter zu treffen, ist eine Frage, die ich meine Technikexperten in Deutschland (ich erinnere an die Landungstheorien) zu thematrisieren bete.) und einigen wenigen ge&amp;ouml;ffneten L&amp;auml;den wirkt die Stadt nach wie vor wie ausgestorben. Auch ohne Katjuscha-Beschuss. Der sein Markenzeichen indes &amp;uuml;berall im Stadtbild hinterlassen: Schlagl&amp;ouml;cher im Asphalt, Glasspitter auf Gehwegen, perforierte Hausw&amp;auml;nde und Autokarrossen. Ich fahre eine Stra&amp;szlig;e, die alle 50 bis 100 Meter deutliche, dem Beschuss zuzuordnende   Sch&amp;auml;den aufweist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst gegen Abend, als die Radiosender die tags&amp;uuml;ber noch aufrecht gehaltenen Bunkerempfehlung aufheben, habe ich das Gef&amp;uuml;hl, dass mehr Fahrzeuge und damit vielleicht auch Bewohner in ihre Heimat zur&amp;uuml;ckkehren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz vor Einbruch der Dunkelheit fahren wir noch nach Metulla, der wirklich n&amp;ouml;rdlichsten Ortschaft Israels. Hier durfte ich dann auch noch brav Panzerchen knipsen. Macht viel weniger Spa&amp;szlig;, wenn man wei&amp;szlig;, dass es jetzt erlaubt ist und man schon drin gesessen hat :-) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fotos lade ich jetzt &amp;uuml;brigens nicht mehr hoch, das mach ich morgen. Als Vorgeschmack verweise ich nochmals auf den &lt;a href="http://ontheface.blogware.com"&gt;Blog von Lisa Goldman&lt;/a&gt; aus Tel Aviv, die &lt;a href="http://ontheface.blogware.com/blog/_archives/2006/8/13/2226864.html"&gt;hier&lt;/a&gt; einige beeindruckende Bilder der letzten Tage aus Metulla und Kiryat Shomna zeigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ist's hier 1:53 Uhr Ortszeit und, nein!, ich habe nicht zweieinhalb Stunden gebraucht, diesen Beitrag zusammenzuschustern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115559637176777788?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115559637176777788/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115559637176777788' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115559637176777788'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115559637176777788'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/schluss-fr-heute.html' title='Schluss für heute'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115555460215371533</id><published>2006-08-14T13:01:00.000+02:00</published><updated>2006-08-14T13:23:22.173+02:00</updated><title type='text'>News aus Kiryat Schmona</title><content type='html'>Wow, heute bekommen meine werten Leser wohl Liveberichte von der "Front".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich melde mich jetzt kurz aus Kiryat Shmona, der Kleinstadt aus dem Hule-Tal, dem nördlichsten Zipfel Israels. Kurz nachdem ich meine Morgennachricht getippt und veröffentlicht hatte, hab ich den Fernseher eingeschaltet. Kurz vor acht Uhr Ortszeit, CNN. Die israelische Luftwaffe bombt noch einmal in der Nähe der Hafenstadt Tyrus, danach noch einmal Flugzeuge über Beirut. Sie werfen massenhaft Flugblätter ab. Zwei Nachrichten an die Libanesen: 1. Wenn die Hisbollah weiter Raketen schießt, kommen wir wieder. 2. Die Hisbollah dient nur dem Iran und Syrien. Danach - Ruhe. CNN meldet keine weiteren Gefechte und ich höre auch kein Artilleriefeuer mehr. Beruhigend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach machen wir uns auf den Weg. Erste Station: Naharia. Die Stadt, eine der am meisten getroffenen der gesamten 33 Tage (gestern 62 von 246 Raketen, lt. &lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/750027.html"&gt;haaretz.com&lt;/a&gt;), scheint wieder zum Leben zu erwachen. Cafépersonal stellt Plastikstühle und -tische auf den Bürgersteig, die Banken haben geöffnet, auf der Hafenmole sitzen die Angler. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach fahren wir weiter nach Osten. Auf der 899, der nördlichsten Straße Israels, die zum Teil direkt an der Grenze verläuft. Überall rechts und links sind IDF-Artilleriestellungen und -Verfügungsräume. Leider kann ich nicht so viele Fotos machen, wie ich möchte, da können die Israelis schon mal ein bisschen giftig reagieren. Wir halten im &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Moshav"&gt;Moschav&lt;/a&gt; Ya'ara, wo gestern der bis dato letzte israelische Zivilist ums Leben kommt. Ein 83-jähriger Beduine. Hier habe ich viele Fotos gemacht, die ich heute Abend hochladen werde. (Frühestens.) Dann düsen wir nach Kiryat Shmona, die wohl - wie Naharia eine der vielleicht fünf Städte (von mir geschätzt) ist, die wirklich täglich einiges an Katjuschas abbekommen haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr später. Der Akku schreit schon. Schnell auf "Veröffentlichen" klicken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115555460215371533?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115555460215371533/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115555460215371533' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115555460215371533'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115555460215371533'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/news-aus-kiryat-schmona.html' title='News aus Kiryat Schmona'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115553120646749712</id><published>2006-08-14T06:38:00.000+02:00</published><updated>2006-08-14T06:57:24.103+02:00</updated><title type='text'>Frieden ist möglich...?</title><content type='html'>Wenn es nach den Vereinten Nationen geht, soll hier in einer halben Stunde Frieden einkehren. Na ja, zumindest sollen "die Feindseligkeiten eingestellt" werden, wie es so sch&amp;ouml;n hei&amp;szlig;t. Demnach war die vergangene Nacht f&amp;uuml;r die Menschen in Nordisrael idealiter die letzte Nacht unter Katjuscha-Beschuss. Das konnte ich mir nat&amp;uuml;rlich nicht entgehen lassen, ich habe diese Nacht mal wieder im Kibbuz Nes Ammim (siehe &lt;a href="http://www.nesammim.de"&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.nagid.de"&gt;hier&lt;/a&gt;) verbracht. Das ist - ganz ehrlich - &amp;uuml;berhaupt kein Spa&amp;szlig;!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist zwar nicht so, dass einem hier die Raketen von der Hisbollah nachts um die Ohren fliegen, aber immerhin war diese letzte Nacht in fast f&amp;uuml;nf Wochen die erste, f&amp;uuml;r die eine Nachtwarnung und die Bitte, in den Sheltern zu &amp;uuml;bernachten, ausgesprochen wurde. Gut, es gab keinen n&amp;auml;chtlichen Alarm. Aber das gar nicht so ferne Artilleriefeuer der IDF hat mich auch weniger beruhigt, als es vielleicht sollte. Immerhin besch&amp;uuml;tzen die mich ja gerade gewisserma&amp;szlig;en. Tun sie zwar auch, beruhigend ist das Donnern aber eben nicht gerade.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun k&amp;ouml;nnte man sich ja auch noch fragen, warum die israelische Artillerie noch jetzt, wo die Bodenoffensive schon lange im Gange ist und die Truppen versuchen, bis zum Litani vorzudringen, um die Hisbollah zu vertreiben, so nah an der libanesischen Grenze feuern muss. Das liegt ganz einfach daran, dass es direkt n&amp;ouml;rdlich der Grenze immer noch schwer befestigte Hisbollah-Strongholds gibt, die die Armee nicht zu knacken vermag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na, das sind ja Aussichten f&amp;uuml;r den Frieden, der hier gleich "ausbrechen" soll. Ich glaube ja noch nicht daran, aber die Zeit wird es ja zeigen. Und ich werde es gleich ja h&amp;ouml;ren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115553120646749712?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115553120646749712/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115553120646749712' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115553120646749712'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115553120646749712'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/frieden-ist-mglich.html' title='Frieden ist m&amp;ouml;glich...?'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115522728210573070</id><published>2006-08-10T18:20:00.000+02:00</published><updated>2006-08-10T19:06:06.563+02:00</updated><title type='text'>Rekord</title><content type='html'>Mit nun mehr als zweiw&amp;ouml;chiger Versp&amp;auml;tung reiche ich jetzt pflichtbewusst einen von mir verfassten &lt;a href="http://www.flickr.com/photo_zoom.gne?id=211816946&amp;size=l"&gt;Zeitungsartikel&lt;/a&gt; nach. Er war am 1. August in der Grefrather/Kempener Lokalausgabe der Rheinischen Post erschienen. Es geht um eine Abiturientin aus dem Nachbardorf meines Heimatortes S&amp;uuml;chteln namens Oedt. Ja, Ihr Nicht-Niederrheiner, auch au&amp;szlig;erhalb Bayerns (ich erinnere an Kissing, Petting, Titting und das &amp;ouml;sterreichische Fucking) gibt es lustige Ortsnamen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Falls ihr mal jemanden aus Oedt trefft - ja, den Witz mit "Die Welt war OEDT und leer" kennt er schon...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit vier Postings ist der heutige Tag wohl rekordverd&amp;auml;chtig. &lt;br /&gt;Lob auch an die flei&amp;szlig;igen Kommentatoren ;-)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115522728210573070?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115522728210573070/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115522728210573070' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115522728210573070'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115522728210573070'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/rekord.html' title='Rekord'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115521466762477485</id><published>2006-08-10T14:54:00.000+02:00</published><updated>2006-08-10T18:53:09.550+02:00</updated><title type='text'>PFIFF Israel 2004</title><content type='html'>Schnellen Dank an &lt;a href="http://www.bergschrund.de"&gt;Alex&lt;/a&gt;, den Artikel &amp;uuml;ber meinen Aufenthalt mit der Bundeswehr in Israel vor zwei Jahren hatte ich auf der Homepage noch gar nicht entdeckt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt bitte &lt;a href="http://snipurl.com/upmp-KVHAMU"&gt;hier&lt;/a&gt; als PDF lesen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da kann ich ja bald eine Homepage mit Schaltfl&amp;auml;chen "Artikel von JK" und "Artikel &amp;uuml;ber JK" einrichten, wie ein den Unibw-Studenten nicht ganz unbekannter &lt;a href="http://www.wolffsohn.de"&gt;Prof&lt;/a&gt;!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115521466762477485?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115521466762477485/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115521466762477485' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115521466762477485'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115521466762477485'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/pfiff-israel-2004.html' title='PFIFF Israel 2004'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115519825938202926</id><published>2006-08-10T08:30:00.000+02:00</published><updated>2006-08-10T10:55:47.066+02:00</updated><title type='text'>Zwei Tage, zwei Minister, zwei Ansichten</title><content type='html'>Nachdem deutsche Stimmen zum einen Fotos und zum anderen eine Schilderung meines Tagesablaufes gefordert/gew&amp;uuml;nscht haben, liefere ich nun beides in aller K&amp;uuml;rze. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 8. August&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Um zwanzig nach acht klingelt das Telefon: "Ich biege gerade in die Abba Hillel ein, kommst du zum Treffpunkt?" Okay, Rucksack geschnappt, schnell noch ne Flasche Wasser aus dem K&amp;uuml;hlschrank und los geht's. Am Treffpunkt wartet mein Chef schon, er ist schon auf den Beifahrersitz umgezogen. Meistens fahre ich, so kann er die Ausnahmesituation, einen Praktikanten zu haben, zum Vorteil nutzen und im Auto arbeiten. E-Mails an die Redaktion in Deutschland tippen, Telefonate, Haaretz lesen  (auf Hebr&amp;auml;isch nat&amp;uuml;rlich), zum Teil schreibt er sogar Artikel w&amp;auml;hrend der Fahrt. Nebenbei l&amp;auml;uft immer das Radio. Die Sender haben permanent Expertengespr&amp;auml;che, politische Kommentare und freilich die neuesten Nachrichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/medien_bus.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/320/medien_bus.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Die Fahrt f&amp;uuml;hrt mal wieder nach Haifa ins Nof Hotel, wo die PR des Au&amp;szlig;en-ministeriums zusammen mit dem Presseb&amp;uuml;ro der Regierung die Journalisten aus dem Ausland betreut. Es geht auf eine Bustour durch den Norden, wir sind also quasi wieder als Presse-Touris unterwegs. Mit an Bord u.a. ARD-Radioreporter, China Central Television, diverse spanische Zeitungsvertreter, Amis und das russisch-israelische Fernsehen (RTVi, siehe Foto). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Station ist die Hafenstadt Akko (letzte Kreuzritterstadt bis 1291; 1799 vergeblicher Versuch Napoleons, Akko nach Belagerung zu nehmen -&gt; Scheitern der &amp;Auml;gypten-Kampagne), in der seit dem 12. Juli 56 Katjuschas 15 H&amp;auml;user komplett zerst&amp;ouml;rt und 65 Wohnungen unnutzbar gemacht haben. Hier sind f&amp;uuml;nf Zivilisten ums Leben gekommen sowie zwei Soldaten. 80% der 52.000 Einwohner sind hier geblieben, 40% der Einwohner k&amp;ouml;nnen sich die Flucht nicht leisten, 30% der Bewohner Akkos sind Araber. Kausale Zusammenh&amp;auml;nge nicht ausgeschlossen. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/akko.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/320/akko.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Nach der Presse-konferenz im Rathaus bekommen wir einen Bunker gezeigt, den wir f&amp;uuml;r einen ziemlichen Vorzeige-bunker halten. Neue Toiletten, Tischtennis-platte und einer der bekanntesten israelischen Karikaturisten ist zu Besuch. Ob das wohl Zufall ist, dass wir ausgerechnet hierher gebracht werden? Als w&amp;auml;hrend des Besuchs Alarme losgehen, bin ich aber doch recht froh, dass der Bunker von au&amp;szlig;en einen soliden Eindruck macht. (Bunkerbildchen &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/85951871@N00/211606154/"&gt;hier&lt;/a&gt;, Upload ist mir nicht gelungen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg aus Akko heraus m&amp;uuml;ssen wir noch einmal hastig anhalten und alle aus dem Bus in ein Mehrfamilienhaus rennen, die Sirene schreit. Die Kollegen, die mit Helm und Splitterschutzweste herumlaufen, bel&amp;auml;cheln wir ein wenig. Bald geht es weiter nach Ma'alot (&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/85951871@N00/211606155/"&gt;Bild&lt;/a&gt;), wo wir B&amp;uuml;rgermeister Shlomo Buchbut und Infrastrukturminister und Ex-Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eli'ezer im Schutzkeller des Rathauses zur Pressekonferenz treffen. Der Minister bezeichnet die Hisbollah als Schlange und die Ank&amp;uuml;ndigung Sinioras, 15.000 Mann in den S&amp;uuml;dlibanon zu schicken, quittiert er mit der Bemerkung, die libanesische Armee sei ja auch nur "Hisbollah in Uniform". So viel zum israelischen Kabinett. Denn das klingt ja nicht so ganz nach der Linie Olmerts, der die Entsendung immerhin f&amp;uuml;r "eine interessante Idee" h&amp;auml;lt. (Das meint er &amp;uuml;brigens ernst und nicht ironisch, glaube ich, auch wenn es im Kontext jetzt vielleicht so klingen mag.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/nofear.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/320/nofear.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Zur Stadt Ma'alot geh&amp;ouml;rt das arabische St&amp;auml;dtchen Tarshicha - also Ma'alot-Tarshicha quasi wie bei Castrop-Rauxel und Wanne-Eickel, wie wir im Bus scherzen -, wo ebenfalls ein Bunkerbesuch geplant ist. Viele arabischen D&amp;ouml;rfer haben ja gar keine Schutzr&amp;auml;me. Die Kinder essen Nudeln mit Gulasch, die Eltern schauen Al-Arabiya-Fernsehen. Als wir ankommen, spielen die Kinder vor den vielen Kameras vollkommen verr&amp;uuml;ckt, schreien "We want peace!" und strecken bei jedem Wort ihre zur Faust geballten Kinderh&amp;auml;nde in die H&amp;ouml;he. Etwas polemisch m&amp;ouml;chte man fast sagen, dass sie auch "Tod den Juden" skandieren k&amp;ouml;nnten - ich w&amp;uuml;rde es ihnen auch abkaufen und sie w&amp;uuml;rden es wahrscheinlich ebenso wenig verstehen wie ihre erste Aussage. Andere strecken auf den gestellten Fotos Zeige- und Mittelfinger zum Victory-Zeichen aus, das kennen sie wohl noch aus der Intifada. Schuld daran haben sie wohl kaum, die einen wie die anderen werden zum Opfer eines inneren Triebes, Opfer ihrer inneren Kamerageilheit. Genau wie die M&amp;auml;dchen, die mit Filzstiften Nachrichten an Nasrallah auf Artilleriegeschosse kritzelten (dazu &lt;a href="http://ontheface.blogware.com/blog/_archives/2006/7/20/2142505.html"&gt;hier&lt;/a&gt;). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Nachmittag waren wir dann noch im Nordkommando der IDF in der N&amp;auml;he von Safed. Als wir sp&amp;auml;ter im Auto unterwegs von Haifa nach Tel Aviv sind, h&amp;ouml;ren wir im Radio davon, dass der Generalstabschef seinen Stellvertreter dem Nordkommandeur als Wachhund an die Seite gestellt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den &lt;strong&gt;Mittwoch, 9. August&lt;/strong&gt; handele ich jetzt aber wirklich schnell ab. Morgens nach Jerusalem. Durch den t&amp;auml;glichen Verkehrsstau zum Luxushotel King David. Dort ist ein Hintergrundgespr&amp;auml;ch mit Au&amp;szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier angesetzt. Rund 30 deutsche Korrespondenten sind dazu zusammengekommen: ZDF, S&amp;uuml;ddeutsche, Spiegel, Rheinische Post (@PFIFF-ISR-2004-Leser: &lt;a href="http://www.info-middle-east.com"&gt;Gil Yaron&lt;/a&gt;) usw. Interessant auch die Kleiderordnung: von der Trekkingsandale in Verbindung mit wei&amp;szlig;en Socken, &amp;uuml;ber knittrige, ungeb&amp;uuml;gelte Hemden bis hin zum schicken schwarzen Anzug ist alles dabei. W&amp;auml;hrend ich an die Aussage Ben-Eli'ezers erinnere (s.o.), hier die Steinmeier'sche Interpretation der Entsendung libanesischer Soldaten: "Das ist der Versuch Sinioras, mit der Hisbollah um die Aus&amp;uuml;bung des Gewaltmonopols zu streiten." In dem Zusammenhang lerne ich erneut einen neuen, faszinierenden Begriff kennen. Unser Minister spricht vom "Window of Opportunity", das Siniora nur f&amp;uuml;r einen bestimmten Zeitraum offen stehe. Deswegen sei der Moment richtig gewesen, den Griff nach der Initaitive zu versuchen. Hier der entsprechende &lt;a href="http://search.seekport.biz/spRedir_springerWelt_SS_1_10_1?http://www.welt.de/data/2006/08/10/991953.html"&gt;Artikel&lt;/a&gt; von meinem Praktikumschef.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Schluss gibt's noch ein Bildchen, f&amp;uuml;r das ich vom Stab des Ministers merkw&amp;uuml;rdige Blicke geerntet habe. Ich hatte mich schon gewundert, warum ich denn der einzige war, der ein Foto schie&amp;szlig;t. Man habe mir das nachgesehen, wurde ich sp&amp;auml;ter informiert und beruhigt. Na dann. Ach ja, nach dem Mittagessen wollten wir eigentlich noch in die PK mit Steinmeier und seiner israelischen Kollegin. Nachdem diese aber immer weiter nach hinten verschoben wurde, machte der nahende Redaktionsschluss in Deutschland uns einen Strich durch die geplante Teilnahme. So, jetzt das Fotto und Schluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/fws.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/400/fws.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115519825938202926?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115519825938202926/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115519825938202926' title='11 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115519825938202926'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115519825938202926'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/zwei-tage-zwei-minister-zwei-ansichten.html' title='Zwei Tage, zwei Minister, zwei Ansichten'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>11</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115519002595258193</id><published>2006-08-10T08:00:00.000+02:00</published><updated>2006-08-10T08:08:40.636+02:00</updated><title type='text'>Erasmus und das Mediendilemma</title><content type='html'>„Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr verm&amp;ouml;gen wir, die Wahrheit aufzunehmen.“ Erasmus von Rotterdam, Philosoph und Humanist des 16. Jahrhunderts, hat mit diesem Sinnspruch Bedeutung bis in die Gegenwart. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sowohl dem interessierten „einfachen B&amp;uuml;rger“ als auch dem Journalisten gibt Erasmus damit ein besonderes Mandat, das in der hoch technisierten Medienwelt f&amp;uuml;r beide nicht ganz einfach zu erf&amp;uuml;llen ist. Zeitungsleser, Fernsehzuschauer und Internetuser haben es nur vermeintlich leicht. Das Trio ist gem&amp;auml;&amp;szlig; der kommunikationstheoretischen Terminologie „nur“ Rezipient, hat also eine mehr oder weniger passive Funktion. Als Medienkonsumenten sind sie auf die Auswahl an Informationen durch die jetzt ins Spiel kommende, oben genannte zweite Gruppe angewiesen. Die Journalisten w&amp;auml;hlen Informationen aus, die es zu melden gilt oder &amp;uuml;ber die berichtet werden soll. Der Art und Weise und den Ma&amp;szlig;st&amp;auml;ben der Informationsausahl sind dabei keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist, was gef&amp;auml;llt. Text, Bild, Audio, Video - heutzutage auch gern im Medienmix als Melange serviert, alles nach Konsumentenwunsch, schlie&amp;szlig;lich denken Medien auch betriebswirtschaftlich. Das Bl&amp;auml;ttchen soll ja verkauft werden und ohne die entsprechenden Einschaltquote bleibt auch die gut recherchierte Fernsehreportage nicht auf ihrem 1a-Sendeplatz. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie aber sollen die Menschen sicher gehen k&amp;ouml;nnen, keine Trugbilder zu bewundern, wenn sie sich auf die Menschen, die sie bedienen, nicht mehr verlassen k&amp;ouml;nnen? Die Manipulation eines Bildes durch die Nachrichtenagentur Reuters ist ein handfester Skandal, der aus offensichtlichen Gr&amp;uuml;nden kaum in die Acht-Uhr-Nachrichten kommt. Die Aff&amp;auml;re hinterl&amp;auml;sst den B&amp;uuml;rger vor der gleichen Frage, die ihm auch schon die Doping-Geschichtchen des Profi-Radsports bereitet hat: Wenn Bildmanipulation nur bei einer Agentur auffliegt und wenn nur einigen wenigen Radfahrern unlautere Mittel nachgewiesen werden k&amp;ouml;nnen, wem kann ich dann noch trauen? Allen au&amp;szlig;er Reuters? Allen au&amp;szlig;er den Fotodiensten? Oder schwindet das gesamte Medienvertrauen? Das Fass Profi-Radsport mache ich an dieser Stelle nicht noch weiter auf, ich verlasse mich auf des Lesers Transferleistung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was bleibt, ist die Kenntnis des Dilemmas. Das Dilemma sollte nicht zur Verneinung der Medien f&amp;uuml;hren und, nein, vermutlich steckt auch keine weltumfassende Verschw&amp;ouml;rungstheorie dahinter. Sensibilisierung im Umgang mit Informationen lautet wohl das Ziel. Berichte nicht unbezweifelt als "richtig" hinnehmen, verschiedene Medien nutzen, Fragen stellen (z.B. Welche Quellen werden genannt? Wird eine Meinung st&amp;auml;rker/bevorzugt dargestellt, eine andere vernachl&amp;auml;ssigt?). Schwarz und Wei&amp;szlig; gibt es heute nicht mehr, alles ist ein Grau dazwischen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115519002595258193?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115519002595258193/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115519002595258193' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115519002595258193'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115519002595258193'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/erasmus-und-das-mediendilemma.html' title='Erasmus und das Mediendilemma'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115507069830215357</id><published>2006-08-08T22:23:00.000+02:00</published><updated>2006-08-08T23:01:11.430+02:00</updated><title type='text'>Eins bis vier</title><content type='html'>Heute gibt es nur einen kurzen Gruß in die Heimat (1), ein neues Wort (2), eine Internet-Empfehlung (3) und ein Bildchen (4).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(1) Hallo Deutschland! Hallo Süchteln! Hallo Uni!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(2) Heute habe ich ein neues Wort gelernt. Es lautet Äquidistanz. Ein Mangel an Äquidistanz in Bezug auf Israel wird der Berichterstattung durch die Medien Europas vorgeworfen. Ein Beispiel aus dem Sport: Ein Aschensportplatz im Gazastreifen wird abends und/oder nachts von Hamas/Dschihad zur Ausbildung genutzt. Israel beschießt die Sportstätte. Folge: Eine offizielle Protestnote vom europäischen Fußballverband UEFA. Tage später landet eine im Gazastreifen abgefeuerte Qassamrakete auf einem Sportplatz in Sderot. Protestnoten? Fehlanzeige. Das ist mangelnde Äquidistanz seitens der UEFA.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(3) Das Thema Bildberichterstattung im Nahostkonflikt 2006 nimmt eine wachsende Rolle ein. Letzter Skandal: Bildmanipulation bei der Nachrichtenagentur Reuters. Dazu und zu vielen anderen Themen siehe &lt;a href="http://www.littlegreenfootballs.com/weblog/"&gt;Blog Little Green Footballs&lt;/a&gt;. Der Blogname passt ja schon mal ganz gut zum vorherigen Punkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(4) Bildchen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/IMG_1998web.0.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/400/IMG_1998web.0.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115507069830215357?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115507069830215357/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115507069830215357' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115507069830215357'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115507069830215357'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/eins-bis-vier.html' title='Eins bis vier'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115497017790701528</id><published>2006-08-07T15:49:00.000+02:00</published><updated>2006-08-07T19:15:36.586+02:00</updated><title type='text'>Zurück aus dem iranischen Kuba</title><content type='html'>Als Zeichen meiner Frustration über die Opfer der letzten Tage und die wenig Erfolg versprechende Debatte im UN-Sicherheitsrat habe ich einfach mal nichts geschrieben. Quasi auch als Dokumentation von Sprachlosigkeit. Vielleicht hatte ich auch einfach nur keine Lust. Nicht die richtigen Worte zu finden wäre für einen Angehörigen der schreibenden Zunft ja nicht gerade ein positives Merkmal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am späten Freitagabend hat sich auch mein Freund aus dem Libanon zurückgemeldet. Nach drei Tagen Training und drei Tagen Kampfeinsatz im Libanon wurde er von seinem Arbeitgeber, einer wichtigen Regierungsbehörde, zurückgerufen. Auf meine Frage, was sein Special-Forces-Team denn für einen Auftrag hatte, erhalte ich die überraschend präzise Antwort, sie hätten eine andere Einheit unterstützt. Nein, Surprise, so viel militärisches Einschätzungsvermögen hätte er mir schon zutrauen können. "Und wie war es?", bohre ich weiter. "Fucked up", lautet die ehrliche Antwort, "überall Raketen gegen unsere gepanzerten Fahrzeuge. Rechts, links, vor uns, über uns, überall." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz des Panzerabwehrfeuers, trotz Staub, Dreck, Müdigkeit ist er jetzt ein bisschen sauer auf seinen Arbeitgeber. Denn als Truppführer musste er jetzt seine Jungs zurücklassen und hat sogar überlegt, Urlaub einzureichen und als Freiwilliger zu seiner Einheit zurückzukehren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter meiner Frage, ob er "die Schweine von der Hisbollah killen" will, steckt nur ein bisschen Polemik. Mein Freund verneint sofort: "Ich will einfach nur Gerechtigkeit." Hass? Oder wenigstens Wut? "Nein, und Spaß am Töten hab ich erst recht nicht", versichert er, "ich will nur Israel gegen die Angriffe verteidigen." Als er als Wehrpflichtiger vor einigen Jahren in Dschenin und Gaza eingesetzt war, habe er das "nur" als seine Pflicht angesehen. Den jetzigen Krieg, für den sich hier der Name "Zweiter Libanonkrieg" herauskristallisiert (&lt;a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5755254_TYP6_THE5723788_NAV_REF1_BAB,00.html"&gt;Artikel zur Begriffsfrage&lt;/a&gt;), unterstütze er auch freiwillig. Er hält ihn für richtig. "Ich bin körperlich fit, ich bin ein guter Soldat. Besser bin ich im Einsatz als jemand, der es nur wegen seiner Reserveverpflichtung macht!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während er erzählt, spielt das beliebte Armeeradio &lt;a href="http://www.surfmusic.de/radio-station/galgalatz-91-8fm,6566.html"&gt;Galgalatz&lt;/a&gt; einen Klassiker. "Oooouuuuooo, you're in the army.... now..." Ganz schön makaber eigentlich, finden wir beide. Seit Beginn des Konflikt vor fast vier Wochen haben die Radiosender ihre Musik angepasst und spielen vor allem ruhigere Musik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In seinem &lt;a href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115458950029708019"&gt;Kommentar&lt;/a&gt; fragte &lt;a href="http://alsharq.blogspot.com/"&gt;Christoph Sydow&lt;/a&gt; nach etwaiger Kritik an den bisherigen militärischen Entscheidungen. Ich halte nach meinen letzten Gesprächen und den (wohl schon etwas älteren) Zahlen von CNN (dass über 80% der Israelis den Luft- und Bodenkrieg unterstützen) an der Behauptung fest, dass die Bevölkerung immer noch hinter den Militäroperationen steht. Die Zeitung Haaretz, die politisch wohl Mitte-Links einzuordnen ist (Jerusalem Post: Mitte-Rechts), hat das im zum Wochenende erscheinenden (englischsprachigen) Haaretz Magazine thematisiert. Im Artikel &lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/pages/ShArtVty.jhtml?sw=systematic+failure&amp;itemNo=745748"&gt;"Systematic failure"&lt;/a&gt; kritisiert Journalist Ari Shavit das Establishment: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Das politische Establishment hat versagt. [...] Es ist hastig in den Krieg gegangen, ohne die Aussichten des Krieges angemessen abzuwägen und ohne angemessen seine Ziele zu formulieren. Es hat versagt, weil es in Knechtschaft des Verteidigungsressorts steht, welches kritikunfähig, maßlos und unfokussiert ist. Es hat versagt, weil es Israel in ein Sprengfallenkampfgebiet&lt;/em&gt; [sehr nett im Original: "booby-trapped battlefield"] &lt;em&gt;geschubst hat, in dem wir gewinnen müssen, obwohl das unmöglich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das militärische Establishment hat versagt. [...] Es hat versagt, weil es versprach, einen konventionellen Krieg ohne Blut, Schweiß und Tränen zu gewinnen. [...] Es hat in Arroganz versagt. [...]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die israelischen Eliten haben versagt. Die Kapitalisten, die Medien und die Akademiker des 21. Jahrhunderts haben Israel geblendet und seines Geistes beraubt. [...] Ihre unaufhörlichen - indirekten und direkten - Angriffe auf Nationalismus, Militarismus und Zionismus verfaulten den Baumstamm der israelischen Existenz von innen und brachten Israel dazu, seine Vitalität zu verlieren.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein sehr guter Artikel, den es auch ganz zu lesen lohnt, auch wenn er ein bisschen länger ist. Eine passende Metapher gibt's auch noch: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ein iranisches Kuba wurde an unserer Nordgrenze etabliert. Wird das iranische Kuba nicht entwaffnet, wird es uns dauerhaft und untolerierbar bedrohen. Aber unsere bisherigen Bemühungen, das iranische Kuba zu entwaffnen, erinnern mehr und mehr an das Fiasko aus der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Invasion_in_der_Schweinebucht"&gt;Schweinebucht&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Bemühungen auf diplomatischer und politischer Ebene schenken meiner Meinung nach viele Israelis nicht so viel Vertrauen. Lieber würden sie ihre Armee die Sache alleine "erledigen" lassen. Mal sehen, was daraus wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abschluss lege ich mal wieder einen (deutschsprachigen) &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,430277,00.html"&gt;Artikel&lt;/a&gt; ans Herz, der mir sehr gut gefallen hat. Es geht um das Weiterleben von und in Beirut, das ja nach Medienbild sooooo zerstört ist. Im (Propaganda-) Newsletter von der israelischen Botschaft in Deutschland stand einmal drin, dass wohl nur ein Prozent Beiruts zerstört ist. Wenn man sich das Vergleichsbild anguckt, das tagesschau.de seit Tagen online hat (bzw. hatte: Ich find's nicht mehr, Mist! Wer es findet, bitte Link schicken!!), kann ich mir das sogar vielleicht vorstellen. Das sind ja "nur ein paar Häuserblocks". Na ja, schlimm genug ist es.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115497017790701528?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115497017790701528/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115497017790701528' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115497017790701528'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115497017790701528'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/zurck-aus-dem-iranischen-kuba.html' title='Zurück aus dem iranischen Kuba'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115471690721782289</id><published>2006-08-04T20:30:00.000+02:00</published><updated>2006-08-04T20:41:47.230+02:00</updated><title type='text'>Nachklapp (insider@unibw.de)</title><content type='html'>Ganz schnell reiche ich noch zwei Links zur Leseempfehlung nach:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spiegel online berichtet &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,429824,00.html"&gt;in diesem Artikel&lt;/a&gt; von der Evakuierung Deutscher aus dem Libanon unter anderem durch Bundeswehroffiziere. Die Formulierung mit den "verspiegelten Sonnenbrillen" gehört wohl mittlerweile zum guten Ton bei so genannten "angefeatureten" Artikeln über die Bundeswehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den offenen Chat mit ARD-Korrespondent Richard C. Schneider aus Tel Aviv stellte tagesschau.de im &lt;a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5780752_REF1_NAV_BAB,00.html"&gt;Protokoll&lt;/a&gt; zusammen, das sich schnell und einfach liest. Schneider macht dabei drei Sachen deutlich: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Situation in Israel,&lt;br /&gt;2. journalistische Arbeit in Israel (Quellen, isr. Presse, Zensur) und&lt;br /&gt;3. was kann ein Journalist vor Ort beurteilen und was nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Demnächst gibt's dann vielleicht auch mal wieder Bildchen zu den vielen Buchstaben ;-)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115471690721782289?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115471690721782289/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115471690721782289' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115471690721782289'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115471690721782289'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/nachklapp-insiderunibwde.html' title='Nachklapp (insider@unibw.de)'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115471607664840347</id><published>2006-08-04T18:26:00.000+02:00</published><updated>2006-08-04T20:58:09.460+02:00</updated><title type='text'>Ratlos und besorgt</title><content type='html'>Ich bin ratlos. Aber woher soll denn ich Rat holen, wenn selbst die Politik keine realistische und vor allem nahe liegende Lösung sieht. Aber keine Angst - ich werde mich hier jetzt nicht an einer Analyse der Situation versuchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern starben im Norden Israels acht Zivilisten. Fünf davon in der alten Kreuzfahrer-Hafenstadt Akko: Drei hatten gerade den Schutzraum verlassen, um die Folgen einer in der Nachbarschaft eingeschlagenen Katjuscha anzusehen, als eine zweite die gleiche Stelle traf; und zwei Brüder kamen in ihrem Auto um, als sie ihre Mutter besuchen wollten. So detailliert - noch detaillierter um ehrlich zu sein - beschreibt es die Tageszeitung Haaretz. Die anderen drei fielen in Ma'alot, wo ich letzte Woche einen Vormittag verbrachte. Mit den im Südlibanon gefallenen vier Soldaten ist der gestrige Tag der verlustreichste im bisherigen Konflikt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und auch heute gab es wieder Tote zu beklagen. Eine 27-jährige Mutter zweier Kinder starb in Mrar, dem arabischen Dorf, aus und von dem ich in einem &lt;a href="http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/besser-spt-als-nie.html"&gt;Posting&lt;/a&gt; letzte Woche berichtete. Zwei weitere starben heute in Majdal Krum in einem Restaurant, ein Verletzter aus dem Nachbarort von Kirjat Schmona gilt als "critically wounded". Zu Opfer- und Raketenzahl von heute (195 Katjuschas laut haaretz.com) muss man ja leider noch ein "bisher" hinzufügen. Und fast wär's passiert... fast hätte ich zwei gefallene Soldaten unterschlagen. Aber: Abwarten! Der Tag ist ja noch nicht rum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, auch das klingt wieder proisraelisch - wie auch die letzten Beiträge -, was &lt;a href="http://www.bergschrund.de"&gt;Alex&lt;/a&gt; gestern in seinem Kommentar bemerkte. Einen Hauch von Pathos mag man in dem von ihm kritiserten Nebensatz vielleicht wirklich finden. Andererseits ist es auch eine Tatsache, dass die Toten und Verletzten nun mal unschuldige Zivilisten sind. Vielleicht hätte ich die Unschuld nicht so betonen sollen, es könnten ja auch "Autoschieber, Mörder und Erpresser" (habe gestern Abend "Alarm für Cobra 11" geguckt) unter den Opfern sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir fällt es aber auch ehrlich schwer bzw. es ist mir eigentlich unmöglich, die Seite der libanesischen Opfer zu betrachten. Mein Wissensvorsprung besteht ja im Wesentlichen darin, dass ich hier lokale Medien konsumiere (wobei mein Hebräisch immer noch nicht ausreicht für Fernsehen, Radio, Zeitung - dabei wird es (Ausbleiben eines Wunders vorausgesetzt) bis Ende des Aufenthalts wohl auch bleiben; ergo lese ich auch nur JPost und Haaretz) und von Zeit zu Zeit auf Fahrten in den Norden die Gelegenheit bekomme, mit betroffenen Menschen selbst zu reden. Alex, verzeih mir also bitte die proisraelische Tendenz, ich werde versuchen, es nicht nach "Promo" aussehen zu lassen. Und vielen Dank nochmals für die Anregung. Die schiere Masse der Kommentare durchzulesen hat mich einige Zeit des heutigen Tages gekostet. Da haben die Medienwissenschaftler doch mal wieder Recht gehabt, dass moderne Konsumenten nur durch eine Medienangebot mit unaufwändiger Interaktivitätsmöglichkeit an ein Produkt zu binden sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch eigentlich wollte ich noch auf etwas Anderes hinaus. Leute, die schon in Israel gewesen sind, werden mir ein bestimmtes Straßenbild bestätigen können. Bildhübsche Frauen natürlich, chaotische Verkehrsverhältnisse (allerdings nicht schlimmer als Italien oder Griechenland, denke ich), Fußgänger, Vespafahrer, Autofahrer - alle mit Handy am Ohr logischerweise. Nur ein Element des typisch israelischen Straßenbildes vermisse ich in den letzten Tagen: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Soldaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit immer mehr Reservisten in ihre Einheiten gerufen werden, fehlen die jungen Männer und Frauen in ihren (für Bw-Verhältnisse) unordentlichen Uniformen und den umgehangenen M-16 oder M-4. Nur ein paar so genannte Jobnikim - also die Bürohengste (und -stuten) aus dem Verteidigungsministerium - laufen in ihren schwarzen Turnschühchen (sie müssen keine Stiefel zur olivgrünen Uniform tragen) durch die Gegend. In Friedenszeiten sieht man allen Wochentagen zu allen Tageszeiten Soldaten auf dem Heimweg oder auf dem Weg zu ihren Einheiten. Die israelische Armee kennt den freitäglichen 12-Uhr-Startschuss zur Bundeswehr-NATO-Wochenendheimfahrt-Rallye nicht, die Soldaten haben ihre freien Tage unregelmäßig unter der Woche. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt kommt es mir so vor, als wären kaum noch Soldaten hier. Ich mache mir unterdessen große Sorgen um die Soldaten. Seit ich bei meinem letzten Aufenthalt hier einige Offiziere und Offizieranwärter der IDF kennen lernen konnte, schaue ich an den Kiosken immer mit Sorge auf die Titelblätter. Dort werden die Passfotos der gefallenen Soldaten mit Name, Dienstgrad, Alter, Wohnort abgedruckt. In einem kurzen Artikel werden noch die Familienumstände geklärt ("Er hinterlässt seine Eltern und zwei Schwestern.") und Kindergartenkumpels und der Basketballtrainer befragt. Am Folgetag werden dann Bilder von der Beerdigung gezeigt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Morgen habe ich Roy getroffen, den ich vor zwei Jahren kennen lernte. Roy ist nach sieben Jahren Dienst als Offizier aus der Armee ausgeschieden. Er berichtete, dass die jungen Offiziere, die mit mir und einigen anderen schöne Tage in der Negev verbrachten, derzeit alle im Einsatz sind: Ramallah, Gaza, Libanon. Ich möchte mit keinem von ihnen tauschen. Hoffentlich höre ich in nächster Zeit nichts von den Jungs - da gilt das Prinzip: "Keine Nachricht ist eine gute Nachricht!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und seit dem letzten Wochenende ist noch ein anderer Freund vier Jahre nach seinem Wehrdienst zur Reserve berufen worden. Lachend freute er sich: "Da muss ich ja nicht arbeiten" und holte staubige Kartons mit löchrigen Uniformhemden und seine schwarzen Lederstiefel heraus. "Was machst du denn eigentlich in der Armee?" fragte ich ihn und bekomme ein abwinkendes "Tut nichts zur Sache!" zur Antwort. Alles streng geheim.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich frage mich nun, ob er wohl schon im Libanon im Einsatz ist oder noch im Auffrischungstraining und in Sicherheit. Habe Angst, eines Morgens sein Gesicht in der Zeitung zu sehen. Oder ihn im Krankenhaus besuchen zu müssen. Oder ruft er mich dann doch irgendwann an und berichtet, wie lustig es gewesen ist, den jungen Wehrdienstleistenden "Geschichten von früher" zu erzählen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115471607664840347?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115471607664840347/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115471607664840347' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115471607664840347'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115471607664840347'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/ratlos-und-besorgt.html' title='Ratlos und besorgt'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115458950029708019</id><published>2006-08-03T08:32:00.000+02:00</published><updated>2006-08-03T09:18:20.313+02:00</updated><title type='text'>Zahlen</title><content type='html'>Nach zwei Tagen relativer Ruhe hat die Hisbollah am gestrigen Tage ihre bisherige Vorgehensweise bestätigt: die Menschen in Sicherheit wiegen und dann noch mal um so härter zuschlagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis gestern Mittag gegen 14 Uhr meldete haaretz.com schon über 100 Raketen, die auf Nordisrael flogen. Wie tagesschau.de zur gleichen Zeit nur zehn Raketen melden konnte, ist mir schleierhaft. Ich würde ja behaupten, die haben einfach nur ne Null vergessen, aber die 10 haben sie als "zehn" ausgeschrieben. Vielleicht ist die Null aber auch schon in Arbeitsschritten vorher verschütt gegangen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis Ende des Tages meldete CNN 190, haaretz.com 210 und Sat 1 exakt 182 Raketen. Bis gestern flogen damit seit Beginn des Konfliktes gestern vor drei Wochen 2050 Raketen (haaretz.com) auf Nordisrael, nur in der Absicht Zivilisten und Unschuldige zu treffen. Macht ja einen guten Tagesschnitt von knapp 100 Raketen am Tag, nicht? Nicht nur die hohe Zahl der Raketen stellten in den letzten 24 Stunden ein Novum dar. Erstmals erreichte eine Rakete das Westjordanland. Sie hatte offenbar auf die israelische Stadt Beit She'an (im Jordantal zwischen See Genesareth und Westbank) gezielt und war dann - im wahrsten Sinne des Wortes - über ihr Ziel hinausgeschossen. Verletzte gab es keine, dafür knackige Kommentare von Bewohnern des Dorfes neben der Einschlagstelle: "Wir sind nicht wütend auf Nasrallah. Das ist ja ein Krieg gegen Israel und wir gehören zur anderen Seite. Diese Rakete ist der geringste Preis, nur eine Steuer, die wir zu zahlen haben." (&lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/746077.html"&gt;Zitiert bei haaretz.com.&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;CNN berichtet gestern Abend davon, dass die Raketen der Hisbollah bislang 19 Zivilisten töteten, insgesamt fielen auf israelischer Seite 55 Menschen dem Konflikt zum Opfer. Die Zahl auf libanesischer Seite ist freilich ungleich höher. CNN meldet 570 Tote und über 2100 Verletzte. Weiteres Detail: Während CNN von 25.000 derzeit im Libanon eingesetzten IDF-Soldaten spricht, meldet die ARD nur 10.000.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;tagesschau.de meldet heute Morgen übrigens, dass Human Rights Watch den weltweiten Aufschrei bezüglich des "Massakers" von Kfar Kana ein bisschen relativieren muss. Die Zahl der Todesopfer sei nicht so hoch wie bisher angenommen. Im gleichen Bericht auch einige Erkenntnisse aus dem israelischen Ermittlungsbericht. Bericht &lt;a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5776116_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html"&gt;hier&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gar nicht vorenthalten kann ich meinen Lesern einen herrlich polemischen Meinungsartikel von Spiegel online: Bitte &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,429217,00.html"&gt;hier&lt;/a&gt; klicken! Lest ihn!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend möchte ich Euch, meine lieben Leser, dazu auffordern, mehr die Kommentarfunktion zu nutzen, damit ich ein bisschen mehr Feedback auf meine Artikel bekomme. Gerne werde ich freilich gelobt, aber auch konstruktive Kritik nehme ich an und erfülle möglicherweise auch (ernst gemeinte) Leserwünsche. Zu guter Letzt könnt Ihr so einen einfachen Gruß an mich hinterlassen, über den ich mich sehr freue!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115458950029708019?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115458950029708019/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115458950029708019' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115458950029708019'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115458950029708019'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/zahlen.html' title='Zahlen'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115450732321133380</id><published>2006-08-02T10:03:00.000+02:00</published><updated>2006-08-02T10:38:14.506+02:00</updated><title type='text'>Bricht hier bald Frieden aus?</title><content type='html'>Schalom, schalom,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;gestern gab es nach längerem mal wieder einen etwas ruhigeren Tag an der Nordfront - jedenfalls was die Zahl der Katjuschas angeht. Auf tagesschau.de rutscht die "Blutige Eskalation im Nahen Osten", wie sie das Kind in bester BILD-Manier &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/katj_nah.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/200/katj_nah.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;getauft haben, nach unten. Am Wochen- ende war es der neue Radsportskandal um Floyd Landis ("Radsport im freien Fall" lautete die Diagnose, wenn ich mich recht erinnere), gestern konnte der "Máximo Líder" Fidel Castro auf die Pole Position springen. Und die Fernsehnachrichten von "RTL aktuell" eröffneten mit den gesunkenen Arbeitslosenzahlen, die Wirtschaftsminister Glos natürlich sich und der Politik der Großen Koalition auf die Fahne schreibt. Was war RTL sonst noch so wichtig? Die Feuerquallen vor Lloret de Mar, die Algenplage an italienischen Stränden und das Showduell von David Coulthard im Formel-1-Wagen gegen ein Motorrad und ein Sportflugzeug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/katjuscha-rest.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/200/katjuscha-rest.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Heute schießt die Hisbollah munter weiter Raketen auf Galilaea, die IDF operiert (schöner steriler Begriff, nicht?) weiter in Richtung Litani-Fluss und noch habe ich nicht den Eindruck, dass hier bald der "Waffenstillstand ausbrechen" könnte, wie mancher Experte das schon für vielleicht Freitag hofft. Ich glaube noch nicht dran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bilder stammen von &lt;a href="http://www.haaretz.com"&gt;www.haaretz.com&lt;/a&gt; und zeigen einen von einem IDF-Jet "geknipsten" (in beiderlei Sinne) Rocket-Launcher sowie zwei gelandete Katjuschas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/katjuscha.0.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/400/katjuscha.0.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115450732321133380?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115450732321133380/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115450732321133380' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115450732321133380'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115450732321133380'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/08/bricht-hier-bald-frieden-aus.html' title='Bricht hier bald Frieden aus?'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115438055193323298</id><published>2006-07-31T23:05:00.000+02:00</published><updated>2006-07-31T23:15:51.950+02:00</updated><title type='text'>Videoclips</title><content type='html'>Den Freunden bewegter Bilder lege ich heute mal eine Auswahl von Videos ans Herzen, die tagesschau.de getroffen. Immer nur diese ewig vielen Buchstaben - das ist ja auch langweilig! &lt;a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5768148_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html"&gt;Hier&lt;/a&gt; könnt ihr verschiedene Clips ansehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass tagesschau.de sich konsequent an seine "soll"-Formulierung hält, um zu verdeutlichen, dass die genaue Herkunft bei Material aus dem Internet unsicher und damit auch die Qualität ungewiss ist, ist ja aller Ehren wert. Aber zum zweiten Video kann ich ganz sicher zusagen, dass dieses wirklich jene so genannte Bilderbuchruine aus Haifa ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem zu empfehlen: ganz unten die beiden Friedensaufrufe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und natürlich die martialische... nennen wir sie... "Diashow mit Musik" (drittes Video von unten)! Warum tagesschau.de "Die, motherfucker, die" allerdings mit "Stirb Hisbollah" übersetzt, kann ich euch (und mir) auch nicht erklären. &lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115438055193323298?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115438055193323298/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115438055193323298' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115438055193323298'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115438055193323298'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/videoclips.html' title='Videoclips'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115425379544625925</id><published>2006-07-30T12:00:00.000+02:00</published><updated>2006-07-30T12:03:15.446+02:00</updated><title type='text'>Live bei CNN...</title><content type='html'>...etwa 1000 Demonstranten stürmen UN-Hauptquartier in Beirut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und der Ministerpräsident will die gute Condy nicht in seinem Land haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tztztz. Was soll man dazu denn noch sagen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115425379544625925?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115425379544625925/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115425379544625925' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115425379544625925'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115425379544625925'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/live-bei-cnn.html' title='Live bei CNN...'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115425347773276754</id><published>2006-07-30T11:47:00.000+02:00</published><updated>2006-07-30T12:00:00.796+02:00</updated><title type='text'>Mediale Verwirrung</title><content type='html'>In den E-Mails aus und Telefonaten mit Deutschland erfahre ich, dass es schwer ist, die Berichterstattung der Medien einzuschätzen. Viele fragen mich einfach, wie es mir geht und wie hier denn so wirklich ist. Meine eigenen Eindrücke schildere ich ja in meinen Postings. Ein vollkommenes Bild der Lage kann ich hier natürlich auch nicht haben. Ich schaue viel fern in diesen Tagen, hauptsächlich CNN und BBC. Gerne würde ich die vielen israelischen Radio- und TV-Sender verstehen können, um mal etwas Anderes zu sehen. Der tägliche Input ist hier sehr hoch und ich finde es schwer, in dieser Informationsflut den eigenen Standpunkt zu festigen und zu wahren. Grundsätzlich kann ich die israelischen Angriffe als einen Akt der Verteidigung absolut verstehen, frage mich dann aber auch, wie solche schrecklichen Fehler passieren können, die so viele Kinder und andere Unschuldige töten. Dann wieder der Armeesprecher mit seinen Argumenten, der libanesische Präsident live aus London, Fotos aus Qana im Libanon, dann wieder der Korrespondent aus Haifa oder Kirjat Schmona oder oder oder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern habe ich auf den Sendeplätzen 151 bis 153 auf Mickys Fernseher die Sender SAT1, 3sat und RTL gefunden und war nach den SAT1-Nachrichten geschockt über den meiner Meinung nach einseitigen Bericht. Manches war sogar - wenn ich das richtig sehe - einfach falsch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Medienthema kann ich allen nur den &lt;a href="http://rungholt.wordpress.com/2006/07/28/je-langer-der-krieg-dauert/"&gt;Blogeintrag von Lila&lt;/a&gt; empfehlen, die genau wie ich eine Art Medienverdruss feststellt.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In ihrem Posting bezieht sich Lila ja auch auf die Lenkung der öffentlichen Meinung durch die Armee- und Regierungssprecher. Wie das Governmental Press Office besonders die kleineren Sender zu beeinflussen versucht (auf Journalisten der schreibenden Zunft trifft das ganze m.E. nur weniger zu), lest ihr bei &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,429068,00.html"&gt;Spiegel online&lt;/a&gt;. Auch das entsprechende Gegenstück über die Medienbetreuung  durch die Hisbollah findet ihr &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,428646,00.html"&gt;dort&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich hier gerade mal dabei bin, &lt;a href="http://www.spiegel.de"&gt;Spiegel online&lt;/a&gt; zu verlinken, möchte ich noch einen &lt;a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/telefonkultur/0,1518,429077,00.html"&gt;Artikel über israelische Maßnahmen der psychologischen Kriegsführung&lt;/a&gt; anpreisen. Sehr interessant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Artikel. Die Viersener müssten morgen ihr Popöchen mal in den Bereich Grefrath/Kempen bewegen, um da mal wieder die Kioske mit der dortigen lokalen Rheinischen-Post-Ausgabe leer zu kaufen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115425347773276754?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115425347773276754/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115425347773276754' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115425347773276754'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115425347773276754'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/mediale-verwirrung.html' title='Mediale Verwirrung'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115417475958381064</id><published>2006-07-29T13:58:00.000+02:00</published><updated>2006-07-29T14:08:59.080+02:00</updated><title type='text'>Nachgereicht</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/IMG_6195.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/320/IMG_6195.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Hier noch schnell zwei Fotos. Auf dem ersten seht ihr mich neben der Aufschlag- stelle der Katjuscha, die den VW Passat zerstörte (siehe Posting vom 27. Juli).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und kurz danach haben wir dann noch die israelische Version von Easy Rider auf der Autobahn getroffen. Den konnte ich doch niemandem vorenthalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/IMG_6210.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/400/IMG_6210.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115417475958381064?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115417475958381064/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115417475958381064' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115417475958381064'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115417475958381064'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/nachgereicht_29.html' title='Nachgereicht'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115416994667356308</id><published>2006-07-29T09:12:00.000+02:00</published><updated>2006-07-29T12:45:48.833+02:00</updated><title type='text'>Besser spät als nie...</title><content type='html'>Immer noch fallen Raketen auf Israel. Täglich meistens mehr als 100 Stück. Und immer noch treffen die meisten davon nur Felder, Straßen, Niemandsland. Viele der getroffenen Häuser stehen bereits leer. In der Region um Naharia sollen bereits 70% der Bevölkerung Richtung Süden, also außerhalb "Katjuschaland", geflohen sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meinen Artikel zu diesem Thema, der gestern in der Rheinischen Post in Viersen erschienen ist, könnt ihr alle &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/85951871@N00/"&gt;hier&lt;/a&gt; lesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Egal, wo sie landen - ihre beabsichtigte Wirkung verfehlen die von der Hisbollah gefeuerten Raketen nicht. Denn auch der psychologische Effekt, der die Menschen in ihrer Existenzangst zur Flucht nach Süden treibt, ist intendiert. Nicht zu vergessen daneben diejenigen Katjuschas, die physikalische Zerstörung bringen (oh Mann, das klingt ja technokratisch), die täglich Fabriken, Autos und Wohnhäuser treffen, Menschen verletzten. Die Bevölkerungsteile, die bleiben und nicht nach Süden fliehen, sind Bank- und Postangestellte, Beschäftigte in der Lebensmittelversorgung und einfach auch die, die sich die Flucht nicht leisten können. Erst nach und nach gesteht die Verwaltung den Regionen im Norden den Kriegszustand zu, der eine Entschädigung für Flüchtlinge und im Bunker Ausharrende und Zahlungen für den ausgefallenen Lohn vorsieht. Ich hörte von einer Familie, die den Bunker für ein paar Tage verließ und Abwechslung in einem Jerusalemer Hotel suchte. Denen wird die Entschädigung verweigert, weil sie ja nicht im Bunker, sondern im Hotel waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Donnerstag sprach ich in Maghar (auch Mrar), einem kleinen galiläischen Dorf muslimischer, christlicher und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Drusen"&gt;drusischer&lt;/a&gt; Araber, mit Walid, dem Bruder des &lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/pages/ShArt.jhtml?itemNo=742563&amp;contrassID=1&amp;subContrassID=0&amp;sbSubContrassID=0"&gt;15-jährigen Mädchens, das diese Woche von Rakete getötet wurde&lt;/a&gt;. (Die Rakete war übrigens durchs Dach eingeschlagen, dabei nicht detoniert, im Haus dann - immer noch ohne Explosion - in den nächsten Raum gerutscht, wo sie dann das Mädchen traf und tötete.) Walid erzählte mir, dass er Wut verspüre. Auf Israel, das nicht auf seine Bürger achte, das die Araber (die sich selbst oft als Palästinenser mit israelischem Pass bezeichnen) systematisch benachteilige. Erst auf mein Drängen hin lenke er ein und zog seine Behauptung zurück, die israelische Armee habe absichtlich dafür gesorgt, dass dem Raketenangriff kein Alarm vorausging, weil die Rakete ja auf ein arabisches Dorf zuflog. (Die Alarme werden durch unbemannte Aufklärungsdrohnen automatisch ausgelöst.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem Versammlungsraum in der Moschee saßen die Familienmitglieder beisammen und nahmen die Beileidsbekundungen der Gemeindemitglieder entgegen. Irgendwann traf dann auch eine drusische Abordnung ein. Nach dem üblichen Händeschütteln (jeder immer mit jedem, auch mit uns) platzierten sich die Drusen gegenüber der trauernden Familie. Irgendwer sagte was auf Arabisch, dann standen alle auf und sagten einen bestimmten Spruch und winkten mit der rechten Hand in etwa so, wie es die Queen immer macht. Später wurde mir erklärt, dass in den arabischen Dörfern die Religionsgemeinschaften einander nach dem Ableben eines besonders ehrenhaften Mitgliedes oder bei besonders tragischen Todesfällen wie hier diese Besuche abstatten, um gegenseitigen Respekt zu erweisen. Die Grußformel ist monotheistisch glaubensübergreifend, bei solchen Anlässen verzichten dann wohl auch die Christen auf die Betonung der Dreifaltigkeit und belassen es bei "Großer Gott".&lt;br /&gt;Was mich auch beeindruckte, war die Aussage eines jungen Mannes namens Osama, der zuvor eine ganze Weile lang am Grab der Toten Suren aus dem Koran gesungen hatte. Er meinte, er fühle einerseits arabische Solidarität (mit dem Libanon, den Palästinensern) und andererseits eine gehörige Portion muslimische Wut im Bauch gegenüber der Hisbollah, die die 15-jährige Da'a getötet haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in Nazareth einige Tage zuvor gab's eine seltsame Situation. Wie Maghar ist auch Nazareth eine arabische Stadt. Bei der Trauerfeier für die &lt;a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1150886033419&amp;pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull"&gt;zwei kleinen Kinder (3 und 9 Jahre), die beim Spielen von einer Rakete getroffen wurden und starben&lt;/a&gt;, herrschte arabische Gastfreundschaft für alle: für die Journalisten, die mit Fotoapparaten, Kamerateams und Interviewwünschen gekommen waren, wie üblich für die Bekannten, Freunde und Verwandten, für den Bürgermeister und für den "Stargast", den Minister Eli Yishai (Wer wofür Minister ist, ist den Israelis momentan egal, die werden quasi als Allzweckwaffen eingesetzt. Außerdem hat das Kabinett hier 20 Minister, da weiß eh kaum jemand, wer wer ist und wofür.) Da sitzen also der Familienvater (er spricht im Interview mit Haaretz von "Bruder Nasrallah", der sich nur wehre), der Bürgermeister (Mitglied einer Partei, die regelmäßig Besuche in Damaskus abhält; er schon diplomatischer in der Jerusalem Post: "Krieg ist eben Krieg, man sollte nicht eine der beiden Seiten beschuldigen") und Minister &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Eli_Yishai"&gt;Eli Yishai&lt;/a&gt; (by the way: Minister für Industrie, Handel und Arbeit) sitzt als orthodoxer Jude der Schas-Partei daneben und macht gute Miene zum bösen Spiel. Polizei und Leibwächter wirken nervös, scheinen sich mit Herrn Yishai in dieser Umgebung nicht wohlzufühlen. Als arabische Jugendliche auf der Straße die beiden Kinder in Sprechchören als Märtyrer feiern, verschwindet der Politiker ganz schnell von der Bildfläche. Diese kleinen Kinder als Märtyrer? Ich bin echt schwer verwirrt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit zweieinhalb Wochen bombardieren die Jets der israelischen Luftwaffe militärische Ziele der Hisbollah im Libanon und militärisch genutzte Infrastruktur wie den Flughafen, Straßen, Brücken etc. Und seltsamerweise nimmt die Zahl der auf Nordisrael geschossenen Raketen kaum ab. Manche sprachen zwischenzeitlich schon von einer sich abzeichnenden Blamage der IDF. (Die kam dann ja mit der &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,428668,00.html"&gt;Bombardierung des UN-Postens&lt;/a&gt;, bei der vier UN-Beobachter ums Leben kamen.) Dann die Erkenntnis, dass man nur mit Luftangriffen der vollkommenen Zerstörung der Terrorstruktur wohl nicht beikommen würde. "Nadelstiche" wurden die gezielten einzelnen Operationen von Bodentruppen genannt. Mittlerweile sind ganze Bataillone im Libanon unterwegs, täglich fallen junge Soldaten, die begeistert (Ja, begeistert!) in den Krieg ziehen. Am Donnerstagabend wurden drei weitere Divisionen (15000 Soldaten) mobilisiert. Hätte man das denn nicht schon vorher erkennen können/müssen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115416994667356308?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115416994667356308/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115416994667356308' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115416994667356308'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115416994667356308'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/besser-spt-als-nie.html' title='Besser spät als nie...'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115403272480593131</id><published>2006-07-27T22:25:00.000+02:00</published><updated>2006-07-27T22:49:47.856+02:00</updated><title type='text'>An alle Viersener...</title><content type='html'>Morgen wird der kleine Jens aller Voraussicht nach mit einem klitzekleinen Artikelchen in der Rheinischen Post Viersen auftauchen... also schön brav die Kioske leer kaufen!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von meinem Kurztrip in den Norden (eine Nacht im &lt;a href="http://www.nesammim.de"&gt;Kibbuz Nes Ammim&lt;/a&gt;), heutiger Tag in &lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/743555.html"&gt;Ma'alot, Naharia&lt;/a&gt; und Mrar, bin ich wieder zurück. Details wohl morgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Küsschen an alle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/IMG_1949web.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/400/IMG_1949web.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Heute per Zufall entdeckt: Ein in den letzten zwei Wochen von einer Katjuscha perforierter VW Passat. Die Stelle im Beton gleich daneben, wo die Rakete aufgetroffen war, ist leider nicht drauf. Das Loch ist maximal 20cm tief, Durchmesser 40cm. Dafür eben der Passat und eine Hauswand gelöchert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115403272480593131?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115403272480593131/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115403272480593131' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115403272480593131'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115403272480593131'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/alle-viersener.html' title='An alle Viersener...'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115385152220151531</id><published>2006-07-25T19:55:00.000+02:00</published><updated>2006-07-25T20:25:33.076+02:00</updated><title type='text'>Einfach nur so</title><content type='html'>Heute hab ich Geld ausgegeben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- drei Busfahrten für je 5,10 Schekel,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- zwei Museumsbesuche für 24 Schekel im &lt;a href="http://www.eretzmuseum.org.il/main/site/index.php3?mod=firstPage&amp;langId=1"&gt;Eretz-Israel-Museum&lt;/a&gt; bzw. 27 Schekel im &lt;a href="http://www.bh.org.il/"&gt;Diaspora-Museum&lt;/a&gt; (Auf der Homepage des Eretz-Museums wird leider nicht die hervorragende derzeitige Ausstellung über die deutsche &lt;a href="http://www.haifa.de/index.htm?/templer.htm"&gt;Templerbewegung&lt;/a&gt; (1868-1948) erwähnt.),&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- deswegen das Buch zur Ausstellung für 100 Schekel,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- ein &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Schwarma"&gt;Shawarma&lt;/a&gt; (quasi ein israelischer Döner) für 20 Schekel,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- eine Taxifahrt von Tel Aviv nach Ramat Gan für 20 Schekel,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- ein Mal Haareschneiden für 50 Schekel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- sich mit dieser Aufzählung um einen gescheiten Eintrag drücken:&lt;br /&gt;  &lt;strong&gt;U N B E Z A H L B A R&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1 Euro = 5,6 Schekel. Schittebön!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115385152220151531?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115385152220151531/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115385152220151531' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115385152220151531'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115385152220151531'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/einfach-nur-so.html' title='Einfach nur so'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115355893365511320</id><published>2006-07-22T10:39:00.000+02:00</published><updated>2006-07-22T11:02:13.670+02:00</updated><title type='text'>Mehr erfahren</title><content type='html'>Als wir diese Woche im Norden waren, haben wir in der Nähe Naharias ein Kibbuz namens Nes Ammim besucht. Dort leben seit der Gründung zu Beginn der sechziger Jahre Freiwillige aus Holland, der Schweiz und Deutschland, um das Land Israel und seine Kultur, seine Religionen kennen zu lernen und auch die Sprache zu erlernen. Zweck der christlichen Siedlung ist die "aktive Versöhnungsarbeit zwischen Christen und Juden, Europäern und Israelis" (&lt;a href="http://www.nesammim.de"&gt;www.nesammim.de&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doro aus Aachen kam 1990 erstmals her. Als Freiwillige wollte sie ein Jahr bleiben. Und blieb sechs Jahre. Seither kommt die Lehrerin in allen Schulferien zurück ins Kibbuz. Die aktuelle Bedrohung durch die Raketen der Hisbollah beschreibt sie im derzeit als Blog genutzten Gästebuch der Homepage &lt;a href="http://www.nagid.de"&gt;www.nagid.de&lt;/a&gt; (auf "Blackboard" klicken).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine weitere sehr persönliche Darstellung des Kibbuzlebens findet ihr im &lt;a href="http://rungholt.wordpress.com/"&gt;Blog von Lila&lt;/a&gt;. Die Familienmutter (ihre Kinder heißen übrigens Primus, Secundus, Tertia und Quarta) hat eine besonders ausführliche so genannte "Blogroll", wo sie andere Weblogs verlinkt. Da kann man schon mal ein bisschen drin stöbern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115355893365511320?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115355893365511320/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115355893365511320' title='8 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115355893365511320'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115355893365511320'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/mehr-erfahren.html' title='Mehr erfahren'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>8</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115355744594364628</id><published>2006-07-22T10:32:00.000+02:00</published><updated>2006-07-22T15:58:39.326+02:00</updated><title type='text'>Kraft tanken, den Stress raushauen...</title><content type='html'>Statt Raketenalarm in Haifa gab’s gestern ein Sonnenbad am Mittelmeer für mich, was ja eigentlich auch viel schöner ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Micky und Inon zeigen mir ein nettes Fleckchen, das die Stadtstrände Tel Avivs problemlos in den Schatten stellt. Am Strand HaPalmachim (die Palmen) rücken die Hochhäuser den Strandbesuchern nicht auf die Pelle, sondern Natur pur sorgt mit breiten Dünen und Felsen für ein viel schöneres Badeerlebnis. Und 30 Kilometer nördlich liegt die Skyline der wuseligen Großstadt in Ansichtskartenposition ganz ruhig da.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rettungsschwimmer gibt es an diesem Strandabschnitt nicht und damit auch kaum Familien mit ihren Kindern. Der Sprung ins Wasser ist hier gewissermaßen illegal. Junge Leute liegen im Sand, haben Gitarren und Wasserpfeifen mitgebracht. Und natürlich ihre Matkot. Was an deutschen Stränden ein mehr oder weniger beachtetes Strandspiel namens Beachball ist, gehört in Nahost zur Lebenseinstellung. „Nach einer harten Woche einfach zum Strand gehen und beim Matkot allen Stress raushauen“, erklärt mir Micky das Spiel mit dem lauten Klacken der Holzschlägern gegen den Squashball. Während die Einheimischen ordentlich abgehen, brauche ich noch ein wenig Übung, um mithalten zu können. Vor allem brauche ich noch mehr Sonne. Im Moment bin ich im Vergleich zu den anderen noch weiß wie ein Kreidefelsen.&lt;br /&gt;Jedenfalls habe ich aber nicht so eine kindisch panische Angst vor Quallen wie die Israelis. Als Inon eine Qualle neben sich bemerkt (oder glaubt, bemerkt zu haben), rennt Micky wie von der Tarantel gestochen aus dem Wasser. Ihr Mädchen...!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/IMG_1902web_palmachim.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/400/IMG_1902web_palmachim.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Matkotspielen lässt ein wunderschöner Sonnenuntergang den Wochenstress und die Sorgen dieser Tage für kurze Zeit vergessen... bis hinter uns zwei Apache-Hubschrauber aufsteigen und flach über dem Strand aufs Meer und nach Norden fliegen. Und das Fluggerät, das ich vom Sound her für einen Ultraleichtflieger gehalten hatte, entpuppt sich als unbemannte Aufklärungsdrohne, die ihre Runden über die Patriot-Flugabwehrstellungen in den Dünen dreht, die Micky mir partout zu fotografieren verbietet, weil es darauf empfindliche Strafen gäbe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie ist der Krieg im Norden dann eben doch präsent. Auch am Strand.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115355744594364628?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115355744594364628/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115355744594364628' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115355744594364628'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115355744594364628'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/kraft-tanken-den-stress-raushauen.html' title='Kraft tanken, den Stress raushauen...'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115348642685444504</id><published>2006-07-21T14:41:00.000+02:00</published><updated>2006-07-21T14:53:46.870+02:00</updated><title type='text'>Haifa unter erneutem Beschuss</title><content type='html'>Nachdem ich gestern einen ausgesprochen ruhigen Nachmittag (was Raketenalarme und Beschuss angeht jedenfalls) in Haifa erlebt habe, bin ich heute in Ramat-Gan geblieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute schlugen bereits mehrere Raketen in Haifa ein, bei einem wurde ein Post Office getroffen, CNN spricht von 19 Verletzten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;www.tagesschau.de berichtet ueber die so genannte &lt;a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5737234_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html"&gt;Blogosphaere in Nahost&lt;/a&gt;, die israelische Journalisitin Lisa Goldman verfolgt diese Szene in ihrem &lt;a href="http://ontheface.blogware.com"&gt;Blog&lt;/a&gt; ebenso aufmerksam. Ist allerdings auf Englisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.traveljournals.net/pictures/l/5/58120-drum-beach-tel-aviv-israel.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px;" src="http://www.traveljournals.net/pictures/l/5/58120-drum-beach-tel-aviv-israel.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Und ich...? Ich fahre jetzt gleich mit Micky und Inon zum Strand. Und 80 oder 90 Kilometer weiter im Norden - na ja, ihr wisst's ja. Hab ich ja mal berichtet, was da so los ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist wohl Israel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115348642685444504?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115348642685444504/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115348642685444504' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115348642685444504'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115348642685444504'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/haifa-unter-erneutem-beschuss.html' title='Haifa unter erneutem Beschuss'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115343071229755401</id><published>2006-07-20T23:18:00.000+02:00</published><updated>2006-07-20T23:25:12.313+02:00</updated><title type='text'>Breaking News...</title><content type='html'>...gibt's vom heutigen Tag keine. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich heute mal (schon) gegen halb elf wieder in der Unterkunft war, nutze ich die Gelegenheit, mal nichts zu schreiben (Appeasement-Politik heisst das doch, oder?). Hab mit meinem Mitbewohner Micky und seinem Kumpel Inon noch ein Eis gegessen und ein Goldstar getrunken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin jetzt fertig mit der Welt und werde sehen, was der Tag morgen bringt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An die Besorgten: Morgen werde ich wohl nicht in den Norden fahren. Jetzt muss ich nur schauen, dass ich in Tel Aviv nicht von einem Auto angefahren werde. Das waere dann naemlich eine Self-fulfilling-prophecy.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115343071229755401?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115343071229755401/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115343071229755401' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115343071229755401'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115343071229755401'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/breaking-news.html' title='Breaking News...'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115337339047257484</id><published>2006-07-20T07:29:00.000+02:00</published><updated>2006-07-20T08:34:32.486+02:00</updated><title type='text'>Vergesst Tel Aviv erst mal...</title><content type='html'>Eines will ich ganz deutlich vorwegnehmen: Die wirkliche Lage in Nordisrael entspricht nicht zu 100 Prozent der durch die Medienberichte entstehenden. Die Unterschiede in der Wahrnehmung der Situation beziehe ich auf drei Gruppen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zivilbevölkerung in Nordisrael wurde durch die Hisbollah ja gewissermaßen in ihre missliche gegenwärtige Lage gezwungen. Sie nehmen die Gesamtsituation der sie umgebenden Region durch Berichte aus TV und Radio wahr, wie übrigens alle anderen Gruppen auch. Signifikant ist aber die individuelle, persönliche Position, die durch Gespräche vor Ort entsteht, durch Anrufe bei den Bekannten aus den Nachbarorten und nicht zuletzt durch die gegenwärtige Bedrohung der Katjuscha-Raketen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zweite Gruppe ist die der Medienvertreter. Sowohl langjährige Kenner der Region als auch Reporter, die nur vorübergehend da sind, hängen von den einheimischen Medienberichten ab. Diese sind insgesamt wohl besser unterrichtet als der einzelne Journalist und verschaffen einen Gesamteindruck durch Meinungsberichte und Kommentare sowie aktuelle Informationen aus verschiedenen Orten. Der besondere Aspekt hier ist natürlich der journalistische Anspruch, möglichst neutral und matter-of-fact zu berichten, wenn auch sich hier durchaus eine Menge blutrünstiger Sensationsreporter rumtreibt. Das führt zu einem alles in allem „professionalisierten“ Umgang mit der gefährlichen Lage. Nein, nein! Es ist nicht so, dass hier nicht professionell gearbeitet würde. Aber die Berichterstatter sehen sich - auch durch oben genannten Anspruch an sich selbst - nicht als Teil der Gefahrensituation an, so mein Eindruck. Als würden die Raketen auf sie als Neutrale Rücksicht nehmen, fühlen sie sich wie ein unverwundbarer Arzt, der unbeteiligter Dritter ist. Der Unterschied zur ersten Gruppe: die freiwillige Entscheidung, in den beschossenen Gebieten zu sein, und damit die Inkaufnahme und Kalkulation der Gefahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die dritte Gruppe ist die Weltbevölkerung, die an den Fernsehschirmen und in Zeitungsartikeln den Nahen Osten mitverfolgt. Ein Zeitungsartikel im Lokalblatt wird oft genug auch nur aufgrund einer Agenturmeldung sein. Und die kann ja nur negativ im Sinne von „Es ist das und das passiert, soundsoviele sind verletzt!“ sein. Eine Liveberichterstattung vom TV-Team vor Ort, die zum Beispiel sagt „Im Moment ist es ruhig in Haifa“, meint damit auch nichts Anderes. Hier schwingt bei der Aussage des Reporters die Erwartungshaltung des Konsumenten mit. Der Fernsehzuschauer erwartet ja, dass etwas passiert. Meistens passiert aber nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sind meine wesentlichen Erkenntnisse des gestrigen Tages, die durch einige sehr spezielle persönliche Erfahrungen entstanden sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine wirkliche paradoxe Touri-Fahrt im Luxusreisebus durch Haifa mit Journalisten aus aller Welt zu Sehenswürdigkeiten (dazu zählen in diesen Tagen auch zerstörte Häuser und das Krankenhaus). Geführt vom Bürgermeister der Stadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Besuch des Rambam-Krankenhauses in Haifa, wo ein bei einem Gefecht verwundeter Soldat eingeliefert wurde. Keine fünf Meter vor meiner Nase.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine ersten Raketenalarme, die ich nicht im sicher anmutenden Medienvertreterhotel (Stichwort „professionalisierter Umgang“) erlebe, sondern im prall gefüllten Krankenhaus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am späten Nachmittag mein erster Raketenalarm, den ich nicht im Gebäude erlebe, sondern im Auto. Vollgas, um die Ecke, Hinterhof, raus aus dem Auto, wo ist Norden?, an die Hauswand, weg vom Fenster!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber auch Menschen in der Nähe von Naharia, nur 15 Kilometer südlich der libanesischen Grenze. Ein fast 80-jähriger Jekkes, der auf seiner Veranda sitzt und bei Alarm nach oben auf die Überdachung deutet, lacht und sagt: „Was soll schon passieren, wir sind ja in Sicherheit.“&lt;br /&gt;Oder die Familien, die den Abend in gemütlichem Stuhlkreis vor dem Bunker verbringen. Das Akkordeon wird gespielt, dazu gesungen. Die Kinder turnen umher. Die Außenwirkung: eher Gartenparty als Katjuscha-Beschuss. &lt;br /&gt;In Naharia selbst: Autoverkehr, besuchte Cafés (nein, gefüllt nicht, aber immerhin), keine Spur von dauerndem Beschuss oder ähnlichem, sogar deutlich mehr Straßenverkehr als noch in Haifa. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir haben Einladungen von Freunden und Bekannten aus aller Welt bekommen. Aber was sollen wir denn machen? Das Haus wollen wir doch nicht zurücklassen. Und mit den Kindern weggehen. Irgendwie muss es doch weitergehen“, erzählt mir dort eine junge Mutter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Menschen leben hier ihr Leben unter anderen Umständen als zuvor weiter. Aber es geht weiter. Wenn auch ganz anders als in Tel Aviv. Vergesst erst mal Tel Aviv.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115337339047257484?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115337339047257484/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115337339047257484' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115337339047257484'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115337339047257484'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/vergesst-tel-aviv-erst-mal.html' title='Vergesst Tel Aviv erst mal...'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115331487775857350</id><published>2006-07-19T15:12:00.000+02:00</published><updated>2006-07-19T15:14:37.760+02:00</updated><title type='text'>Sorry,</title><content type='html'>dass der Bericht von gestern so spät kommt, habe ihn heute Morgen geschrieben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fotos zur Auflockerung reiche ich freilich nach, kann die hier im Hotel über W-LAN - warum auch immer - nicht hochladen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115331487775857350?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115331487775857350/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115331487775857350' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115331487775857350'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115331487775857350'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/sorry.html' title='Sorry,'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115331465249215430</id><published>2006-07-19T15:06:00.000+02:00</published><updated>2006-07-20T23:26:10.200+02:00</updated><title type='text'>Warten auf etwas Gutes</title><content type='html'>In mancherlei Hinsicht ist das Reporterdasein vor Ort makaber. Schon am Morgen waren wir gestern nach Haifa in den Norden gefahren. In die Stadt also, in der zuvor die erfolgreichste gegen Israel gestartete Rakete der letzten Jahre acht Bahnarbeiter getötet hatte. „Das hat nicht mal Saddam Hussein 1991 geschafft“, erklärt mir mein Praktikumschef Norbert Jessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir am Vormittag die drittgrößte Stadt des Landes erreichen, fahren wir zunächst eine Runde durch die Stadt, um ein wenig die Stimmung aufgreifen zu können. Viel ist nicht los. „Hier schieben sich normalerweise die Autos hupend und Stoßstange an Stoßstange vorwärts“, kommentiert mein Begleiter den leeren Hauptzubringer. Die Schar der Berichterstatter finden wir dann in und um das Dan Panorama Hotel. Eine große Auswahl an Hotels haben sie auch nicht. Das Dan ist im normalen Betrieb verblieben. Einkaufsmall - geschlossen. McDonalds - geschlossen. Alles in allem sehe ich an dem Tag nur ein Hotel, einen Kiosk und ein Café, die geöffnet haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für 15 US-Dollar kaufen sich die Journalisten für 24 Stunden in das W-LAN des Hotels ein und sitzen in der zu kalt gekühlten Lobby in schweren Sesseln bei Cappuccino, Kuchen und Kanal 10, der wie immer live berichtet. Das Hotel liegt auf dem Berg Karmel (namensgebend für den Karmeliterorden), der sich knapp 500 Meter über den Meeresspiegel erhebt und das Bild der Hafenstadt prägt. An den vielen Aussichtspunkten der parallel zum Hang verlaufenden Straßen haben sich die TV-Wagen eingerichtet. Überall rattern die Generatoren und liefern Strom für Aircondition, Kühlschrank und Übertragungstechnik. Selbst in der hellen mediterranen Sonne bauen die Techniker Lampenständer auf und halten Alu beschichtete Reflektoren für optimales Licht bereit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die gute Infrastruktur des Hotels macht die sonst vorhandenen Nachteile der „Frontberichterstattung“ wett. Beständige Internetverbindung und Stromanschlüsse sind von vitalem Interesse für den schreibenden Journalisten. Ohne Strom neige man dazu, trotz Ersatzakkus weniger zu telefonieren als vielleicht notwendig, weiß der seit 20 Jahren aus Israel berichtende Korrespondent. Auch eine Laptopbatterie hält ja nicht ewig. Das Internet nutzt Jessen hauptsächlich für den Radio-Livestream. Den hat er stets mit mindestens einem Knopf im Ohr präsent, selbst beim Artikelschreiben. Der Vormittag und die Mittagszeit entpuppen sich als ruhig. Liefern muss der Korrespondent natürlich trotzdem. Nach Absprache mit den Auftraggebern schreibt Jessen unter anderem ein Porträt des Hisbollah-Führers Nasrallah und interviewt einen ehemaligen Militärgouverneur des Südlibanons. Über den ganzen Tag ist nur Zeit für einen halb ausgetrunkenen Kaffee, ein paar Schlücke Wasser und ein hastig bestelltes und bei der Arbeit verspeistes Stück Torte. Küche, Bar, Zimmerservice - der Hotelbetrieb läuft normal weiter und das -personal in dunklem Anzug mit Krawatte. Eine deutliche Unterscheidung von den Reportern in ihren Trekkinghosen und Outdoorhemden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über vier oder fünf Stunden arbeitet Norbert Jessen nonstop hochkonzentriert vor dem Computer. Auch der erste Raketenalarm um 16:40 Uhr Ortszeit, der mit lang gezogenem Geheul zum Gang in die Schutzräume auffordert, unterbricht die Arbeit nicht. Schließlich naht der Redaktionsschluss. Während er in der Lobby bleibt, folge ich von der Terrasse aus - schnell werfe ich noch einen naiven Blick nach Norden, vielleicht sehe ich die Rakete ja auf mich zukommen? - der Ausschilderung „To the Shelters“. Die führt mich durch die hölzerne Schwingtür erst in den Küchenzugang, wo ich beinahe einen beladenen Kellner umstoße, der die weniger nervösen, weiter auf der Terrasse verbleibenden Reporter bedient. Dann biege ich ab ins Treppenhaus, das ich über fünf oder sechs Treppenabsätze in den Hotelkeller heruntergehe. Dort ist der Aerobicraum mit Fernseher und Wasserspender als Schutzraum eingerichtet. Die Klimaanlage läuft wie verrückt. Obwohl ich Jeans und geschlossene Schuhe trage, friere ich ordentlich und verstehe das zehnjährige Mädchen, das sich in eins der bereit liegenden Bettlaken gehüllt hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon nach wenigen Minuten frage ich mich, was ich hier unten eigentlich mache und steige wieder auf in die Hotellobby, gehe auf die Terrasse. Im Süden der Stadt donnert es ganz gewaltig. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/IMG_1890web_sicht_akko.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/200/IMG_1890web_sicht_akko.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Norbert Jessen sitzt immer noch tippend, lesend und korrigierend vor dem letzten Absatz des Artikels, wimmelt den drängelnden Anruf der Berliner „Die Welt“-Redaktion mit „Jaja, in zwei oder drei Minuten bin ich fertig!“ ab.&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Beim zweiten und dritten Alarm um kurz nach fünf und noch mal 15 Minuten später begebe ich mich schon nur noch zwei Absätze im Treppenschacht nach unten. Das muss reichen, unten ist es zu kalt. Die Kellnerin, die in Freizeitkleidung auf dem Weg in den Feierabend ist, gibt mir recht. Schnell gehe ich wieder auf den Balkon, wo es wieder von Süden her grummelt. Die Neugier treibt mich. Aber der Gedanke, nur weil man vor Ort ist, wüsste man auch sofort, was passiert ist, trügt. „Das könnte auch in Akko gewesen sein“, mutmaßt Jessen und deutet nach Norden auf die alte Küstenstadt, „der Karmel gibt nur das Echo wieder.“ Die Vermutung erweist sich später als zumindest nicht falsch, denn in beiden Städten hatte es Einschläge gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenig später machen wir uns auf immer noch recht leeren Straßen auf den Weg nach Tel Aviv. Es ist billiger, die 90 Kilometer zwischen den beiden Städten zu pendeln, als im teuren Dan-Hotel zu nächtigen. Über das makabere Warten der Reporter, dass etwas (Schlimmes) passiert, sagt Norbert Jessen: „Es könnte ja auch etwas Gutes passieren.“ Was genau etwas Gutes wäre, weiß ich nicht. Für die Menschen in Haifa ist es aber erst mal was wert, dass heute fast nichts passiert ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115331465249215430?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115331465249215430/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115331465249215430' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115331465249215430'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115331465249215430'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/warten-auf-etwas-gutes.html' title='Warten auf etwas Gutes'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115317537873960770</id><published>2006-07-18T00:05:00.000+02:00</published><updated>2006-07-18T00:35:17.986+02:00</updated><title type='text'>Pah, Karla Kolumna! - Der rasende Reporter bin ich!</title><content type='html'>Heute bin ich aus dem schoenen &lt;a href="http://www.hayarkon48.com"&gt;Hostel&lt;/a&gt; in Strandnaehe umgezogen nach Ramat-Gan, direkt im Osten von Tel Aviv. Dort bin ich in ein kleines Zimmer bei Micky eingezogen. Fotos und weiteres vielleicht ja spaeter mal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/IMG_1874web.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/320/IMG_1874web.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach einem feudalen Mittagessen bin ich heute Nachmittag mit meinem Chef in Richtung Norden aufgebrochen. Dabei haben wir in Haifa auch das heute zerstoerte Haus begutachtet. Selbst Stunden nach dem Treffer waren noch wirklich viele Menschen - so viel zum Thema "Die Bevoelkerung harrt in den Schutzraeumen aus" - an der Ruine, darunter immer noch mehrere Kamerateams.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/IMG_1877web.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/320/IMG_1877web.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Haus an sich war ganz schoen in Mitleidenschaft gezogen (Bild oben), aber auch die Haeuser drumherum (Bild Mitte) hatten von den kleinen wie Schrapnell eingesetzten, fiesen Kuegelchen (Bild unten) ganz schoen was abbekommen. Das Wohnviertel liegt uebrigens keine 200 Meter vom Krankenhausgelaende Haifas weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/IMG_1883web.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/320/IMG_1883web.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Eine halbe Stunde, nachdem wir den Rueckweg nach Tel Aviv angetreten hatten, schlugen Raketen in etwa zehn Doerfern (oder mehr) zwischen Haifa und Tiberias ein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115317537873960770?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115317537873960770/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115317537873960770' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115317537873960770'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115317537873960770'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/pah-karla-kolumna-der-rasende-reporter.html' title='Pah, Karla Kolumna! - Der rasende Reporter bin ich!'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115307785730293466</id><published>2006-07-16T21:13:00.000+02:00</published><updated>2006-07-16T21:24:17.313+02:00</updated><title type='text'>Noch 'ne Frage...</title><content type='html'>Wie kann denn &lt;a href="http://www.welt.de/data/2006/07/17/961497.html"&gt;"Die Welt"&lt;/a&gt; am 16. Juli einen Online-Artikel mit Datum vom 17. erscheinen lassen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115307785730293466?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115307785730293466/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115307785730293466' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115307785730293466'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115307785730293466'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/noch-ne-frage.html' title='Noch &apos;ne Frage...'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115307261061469259</id><published>2006-07-16T19:50:00.000+02:00</published><updated>2006-07-16T20:24:32.083+02:00</updated><title type='text'>Wo ist der Herr Jauch?</title><content type='html'>Als ich heute in Jerusalem im Government Press Office war, um mir den Status eines "visiting journalist" zu verschaffen, quirlten die ohnehin schon engen Bueros ueber vor emsigen Mitarbeitern und gestressten Journalisten. In allen Raeumen brabbeln israelische Nachrichtensprecherstimmen aus den Fernseher und informieren ueber jede neueste Entwicklung. Ploetzlich sucht Sharon, die gerade noch meine ausgefuellten Formulare pruefte, hastig nach der Fernbedienung, schaltet dann den Ton lauter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Die Hisbollah hat angekuendigt, ueber Raketen zu verfuegen, die bis Tel Aviv und somit auch bis nach Jerusalem reichen koennen", erklaert mir ein hebraeisch sprechender kanadischer Fernsehreporter. Die offizielle Sicherheitslage in Tel Aviv sei erhoeht worden und mit 60 Sekunden Vorwarnzeit sollten Menschen Deckung suchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Buero sind nach 60 Sekunden wieder ganz andere Sachen wichtig: Sharon kuemmert sich um meine Akkreditierung und ich starre auf den Bildschirm, sehe zerstoerte Staedte und Strassen und verstehe kein Wort. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn ich das persoenlich weder in Jerusalem (die recht leere Altstadt habe ich mir durch die Tatsache erklaert, dass ich in der Mittagszeit unterwegs war) noch im Sherut oder in Tel Aviv bemerkt habe, berichten &lt;a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5720138_NAV_REF1,00.html"&gt;deutsche Medien&lt;/a&gt; anders ueber den Konflikt, der in Deutschland laengst Krieg und hier immer noch "the situation" heisst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Praktikumschef war unterdessen von Freitagabend bis heute Morgen im Norden unterwegs. Seinen Bericht lest ihr &lt;a href="http://www.wams.de/data/2006/07/16/960873.html"&gt;hier&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn ich die Stimmung nicht allgemein, also im Hostel, in der Stadt, im Land bemerke, spuere ich in mir doch eine gewisse innere Anspannung. Die Maedels von der Hostel-Rezeption wiederholen gebetsmuehlenartig, wir sollten keine Panik schieben und das schoene Wetter geniessen. Ich frage mich aber, ob der alte Ami mit dem spanischen Akzent im Urlaub immer so viel vor dem Fernseher sitzt. Und auch, ob Backpacker immer so viel vor den Internetplaetzen rumhaengen und auf cnn.com, welt.de oder aehnlichen Nachrichtenseiten surfen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fragen ueber Fragen, auf die ich - wie immer - erst mal keine Antwort habe. Waere mal bloss Guenther Jauch hier und koennte mir mit einem seiner Joker weiterhelfen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115307261061469259?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115307261061469259/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115307261061469259' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115307261061469259'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115307261061469259'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/wo-ist-der-herr-jauch.html' title='Wo ist der Herr Jauch?'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115299653511946886</id><published>2006-07-15T22:16:00.000+02:00</published><updated>2006-07-15T22:51:40.430+02:00</updated><title type='text'>Raketen, Eierkuchen und eine Pfauendame</title><content type='html'>Um den gestern verlorenen Tag aufzuholen, liefere ich heute wohl einfach mal zwei Einträge. Jetzt gibt's auch enlich wieder Äs, Üs, Ös und ß! Toll, nicht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sitze in Tel Aviv in einem Café auf der Ben Yehuda, wo es zum Bier (Carlsberg) kostenlos W-LAN-Internet gibt. Heute früh der Eintrag entstand am Rechner im Hostel, dessen Tastatur zwar allerlei Alef, Bet, Gimel, Dalet, He usw. bietet, aber eben keine deutschen Umlaute etc.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oft werde ich in diesen Tagen am Telefon, per E-Mail oder via ICQ gefragt, was wir denn hier von "the situation" mitbekommen. Dazu kann ich freilich nur auf meine letzten Postings verweisen. Gäbe es mehr zu berichten, würde ich es hier niederschreiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ja der eine oder andere Leser plant, in diesem Sommer noch hierher zu kommen, kann ich auf diesem Wege nur versuchen, etwaige Bedenken zu zerstreuen. Nach der Lagedarstellung in aktuellen Medienberichten verfügt die Hisbollah derzeit wohl nicht über Mittel, mit Raketen bis nach Tel Aviv oder Jerusalem zu schießen. Nach derzeitigem Stand würde demnach nur die touristische Option Norden (alles nördlich der Linie Haifa - See Genesareth) entfallen. In Tel Aviv läuft das Leben weiter wie gehabt, das gleiche vermute ich für Jerusalem (da werde ich mir wohl morgen ein Bild machen können). Nachdem die Sehenswürdigkeiten im oder nahe des Gazastreifens eher rar gesäht sind, ist das Land soweit safe. Jordanien und Ägypten tauchen in keiner einzigen Analyse zur sicherheitspolitischen Situation auf, demnach wird auch am Toten und am Roten Meer Friede, Freude, Eierkuchen sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sonne scheint nach wie vor, die Frauen wackeln wie immer durch die Landschaft ("She's like a peacock", sagte mir neulich ein Taxifahrer, als wir beide die gleiche Dame anstarrten) und - ja, Mädels - auch die braun gebrannten Israelis sind schön wie immer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115299653511946886?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115299653511946886/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115299653511946886' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115299653511946886'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115299653511946886'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/raketen-eierkuchen-und-eine-pfauendame.html' title='Raketen, Eierkuchen und eine Pfauendame'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115295707801029362</id><published>2006-07-15T11:32:00.000+02:00</published><updated>2006-07-15T11:51:18.023+02:00</updated><title type='text'>Nachgereicht!</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/IMG_1845web.2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/400/IMG_1845web.1.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem das gestern aus welchem Grunde auch immer nicht geklappt hat, das Bild mit den Blackhawks hochzuladen, reiche ich es jetzt hiermit nach. Aufgenommen vom Balkon meines Hostel-Zimmers. Der treppenfoermige Turm ist der Opera Tower, direkt davor (Strandpromenade) war gestern ein Gokart-Rennen, dessen Sieger ein Ticket zum Formel-1-Rennen in Istanbul gewonnen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Eintrag markiert auch einen wenig ruhmreichen Punkt dieses Blogs: schon am dritten Tag gelingt es mir nicht mehr, die selbst auferlegte Vorgabe, jeden Tag zu posten, einzuhalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht traurig sein!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern habe ich mich mit Micky, dem israelischen Cousin eines Freundes von mir, getroffen. Nach einfachem, aber nicht minder leckerem Shabbat-Abendessen im Familienkreis haben wir den Abend am Strand ausklingen lassen. Die Fuesse im Sand, die Gunships im Blick. Und nebenbei laeuft auf der Grossleinwand Fashion TV - nur Bademoden, gibt`s den bei uns auch im Free-TV? Was ein Abend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Schluss mag ich mich noch fuer das Fehlen jedweder Umlaute und der scharfen S entschuldigen. Jedes einzelne Wort tut mir in der Seele: "Fuesse" - liest sich das nicht furchtbar?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115295707801029362?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115295707801029362/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115295707801029362' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115295707801029362'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115295707801029362'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/nachgereicht.html' title='Nachgereicht!'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115282304611757172</id><published>2006-07-13T22:29:00.000+02:00</published><updated>2006-07-13T22:48:03.033+02:00</updated><title type='text'>Hirsch im Libanon</title><content type='html'>Als ich heute Vormittag am Kiosk meine Zeitungslektüre besorgen wollte, zuckte ich erschrocken zusammen, als mich vom Titelblatt eines israelischen Revolverblattes die acht getöteten IDF-Soldaten anschauten und mir einer davon bekannt vorkam. Sofort fielen mir Name, Wohnort und die gemeinsamen Erlebnisse von meinem Aufenthalt bei der israelischen Armee in 2004 ein. Sollte etwa...? Vom Zeitungsverkäufer ließ ich mir den betreffenden Namen dann vorlesen - Entwarnung! -, ich hatte mich getäuscht. Nach dem Seufzer blieb mir die traurige Erkenntnis, dass meine Erleichterung den jungen, mir unbekannten Soldaten auch nicht wieder lebendig macht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein bekannter Name lief mir dann in der &lt;a href="http://www.haaretz.com"&gt;Haaretz&lt;/a&gt; über den Weg. Gal Hirsch, vor zwei Jahren Oberst und Kommandeur der Officer Training School der IDF, kommandiert die im Norden operierende Division. Der drahtige Fallschirmjäger, der seine Maschinenpistole damals auch zum Vortrag nicht ablegte, hatte sich mir durch eine knackige Aussage eingeprägt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich habe durch meine Unterschrift und meine Befehle schon weit mehr Menschen getötet als mit meinem Zeigefinger. Und das waren schon nicht wenige!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor zwei Jahren war, wenn ich das recht erinnere, Gal Hirsch 36 oder 37. Ein Alter, mit dem man in der Bundeswehr, wenn man Pech oder nix drauf hat, noch Hauptmann und Kompaniechef ist, oder maximal ganz junger Oberstleutnant und Bataillonskommandeur. Gal Hirsch jetzt also mit nicht mal 40 Jahren Divisionskommandeur! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nicht nur die Altersstruktur unterscheidet die israelische Armee von der deutschen, sondern auch die Einsatzrealität. Während deutsche Offiziere ihre Erfahrung auf dem Übungsplatz oder vor dem Computerbildschirm (ich sag nur GÜZ, RÜZ, SIRA und LoNo) erhalten, hat der Begriff Führungserfahrung in der IDF einen ganz anderen Inhalt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bevölkerung ist unterdessen recht wenig irritiert davon, dass 120 Kilometer nördlich und 80 südlich von Tel Aviv die Kugeln fliegen. Vielleicht ja auch mit Recht. Während Koalition und Kabinett vor einem Monat angesichts innenpolitischer Herausforderungen nicht gerade an einem Strang zu ziehen schienen, haben die beiden Fronten in Nord und Süd die Politiker und offenbar auch die Bevölkerung geeint. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die vertraut dem Militär und macht weiter wie bisher. Während die Kampfhubschrauber, in der englischsprachigen Berichterstattung als Gunships bezeichnet, Tel Aviv entlang der Küste von Nord nach Süd passieren und eine Stunde später von Süden her zurückkommen, hupen sich die braun gebrannten Wellenreiter - in Flipflops und Badeshorts, Helm aufgesetzt, das Surfboard unter dem Arm - auf ihren Rollern durch die Autoschlangen zum Strand und stürzen sich in die tollen Wellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob sie beim Wellenritt wohl darüber nachdenken, ob die Gunships nun nördlich Tel Aviv stationiert sind und zum Einsatz nach Gaza fliegen oder den Strand auf dem Weg Richtung Beirut passieren?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115282304611757172?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115282304611757172/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115282304611757172' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115282304611757172'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115282304611757172'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/hirsch-im-libanon.html' title='Hirsch im Libanon'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115274192635917704</id><published>2006-07-13T00:00:00.000+02:00</published><updated>2006-07-13T00:07:27.250+02:00</updated><title type='text'>Keine Panik - Jens noch nicht in Trouble...</title><content type='html'>Es ist ja nicht gerade so, dass ich mir für mein Praktikum den politisch ruhigsten Ort der Welt ausgesucht hätte. Aber dass sich gleich am ersten Tag meines Israelaufenthalts eine bedeutende Veränderung der Großwetterlage einstellt, hatte ich dann doch nicht gedacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hisbollah-Milizen, Teil der regulären libanesischen Armee, haben heute mit Raketen Dörfer und Stellungen in Nordisrael beschossen und zwei Soldaten einer israelischen Patrouille entführt. Daraufhin hat die IDF (Israel Defense Force) eine luft- und bodengestützte Offensive in libanesisches Territorium gestartet, die - wie bei der abgeschlossenen Gaza-Aktion - die Befreiung der Geiseln zum Ziel hat. Auch jetzt gilt: Israel verhandelt nicht mit Terroristen. Und: Die vermuteten Urheber und Planer sitzen wohl in Syrien. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/IMG_1837.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/200/IMG_1837.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich mit Daniel aus Amsterdam, der mit mir ein Hostelzimmer teilt, gleich um die Ecke an der Tel Aviver Strandpromenade einen Mittagssnack ordere, herrscht vor den Bildschirmen, die die omnipräsenten Nachrichtenshows mit den jüngsten Entwicklungen zeigten, einige Aufregung und Diskussion. Ob die Szenerie jetzt proportional eher besondere Aufregung oder Routine im Umgang mit solchen News zeigte, vermag ich nicht zu sagen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Routiniert kommentierte auch der Taxifahrer, der mich am Abend zum TV-Studio brachte, wo ich erstmals meinen Chef für die nächsten Wochen, Norbert Jessen, traf. Dass der Taxi-Pilot mir mit dem von mir dummerweise vorgeschlagenen Festpreis zehn Schekel (immerhin fast zwei Euro) zu viel abknüpfte, merkte ich erst, als der Rückweg mit Abrechnung über Taxameter viel günstiger war. Deswegen hat der erste Fahrer mir auch so freundlich die Hand geschüttelt - verdammt! Na ja, mit eben jenem hatte ich mich aber auch in einem interessanten Sprachmix unterhalten. Gesprächsbeginn auf Hebräisch: Shalom, Fahrziel, Preis. Weiter auf Englisch: diesmal holpert er, mischt mit Französisch. Im Durcheinander der Worte verstehen wir uns gut, als sicherheitspolitischer Experte - wie womöglich alle Taxifahrer hier - erklärt er mir die politische Lage. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ist hier... nicht gerade ruhig. Aber eben irgendwie auch so wie immer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115274192635917704?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115274192635917704/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115274192635917704' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115274192635917704'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115274192635917704'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/keine-panik-jens-noch-nicht-in-trouble.html' title='Keine Panik - Jens noch nicht in Trouble...'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115266937563151293</id><published>2006-07-12T03:24:00.000+02:00</published><updated>2006-07-12T03:58:14.586+02:00</updated><title type='text'>Fasten your Seatbelts...</title><content type='html'>Gleich geht's los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Taschen sind gepackt mit allerlei nützlichem Zeug von Sonnencreme über Duden bis hin zum Knoppers für Zwischendurch. Die letzten beiden Tage musste ich irgendwie noch ziemlich reinhauen, als ich gemerkt habe, was das Government Press Office von Foreign Journalists für ihre Presseakkreditierung alles verlangt. Nachdem ich jetzt diverse Formulare ausgedruckt, Faxe versendet, Passfotos angefertigt und das Antragsprozedere (hoffentlich) verstanden habe, sollte aber auch diese Chose in trockenen Tüchern sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Montagabend blieb aber noch satt und genug Zeit für eine kleine Einstimmung auf die nächsten acht Wochen. Christian und ich wollten es uns nicht nehmen lassen, der Verleihung des "Jerusalem Awards" der Zionistischen Organisation in Deutschland an den bayerischen Innenminister Beckstein beizuwohnen. Nach ein paar Lobreden, u.a. von Shimon Stein, dem israelischen Botschafter in Berlin, und Frau Knobloch, der neuen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, für den bayerischen Hüter über Recht und Ordnung gab es dann das volle zionistische Programm. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sechshändig spielende, beeidruckende Pianotrio dreier neun, elf und 13 Jahre alter Jungs, der virtuose Geiger mit Tingeltangel-Bob-Frisur und auch der Opernsänger waren ja noch Kulturprogramm vom Feinsten. Das von einer zionistischen Jugendgruppe gezeigte Theaterstück aber, das noch einmal in epischer Breite alle Erfolge des Zionismus seit Beginn des 20. Jahrhunderts emotional und in epischer Breite darstellte und dann in einer Spice-Girls-mäßigen Tanzaufführung von fünf 15-jährigen Mädels endete, verlangte den Promis (und uns) noch mal alles ab. Schließlich hatte die Organisation im Sophiensaal - in der bayerischen Oberfinanzdirektion ;-) - extra schwül-heißes Jerusalemklima geschaffen, wie Beckstein scherzte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach gab es original israelischen Weißwein und vor allem Hummus mit Keksen. Christian war übrigens von meiner Theorie, dass der Hummus ganz offenbar mit der Schönheit israelischer Frauen kausal zusammenhängt ganz begeistert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die gilt es, in den nächsten Wochen weiter zu erforschen... also die Theorie ;-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So - gleich es aber nun wirklich los. Zum Flughafen. Schlielich hebt um 6:35 Uhr Flug AZ 435 (mit der Weltmeister-Airline, wie ich bereits deutlich vor dem Finale prophezeite) nach Rom ab. Von da geht's dann planmäßig um 10:10 Uhr nach Tel Aviv weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fasten your seatbelt, Jens!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115266937563151293?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115266937563151293/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115266937563151293' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115266937563151293'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115266937563151293'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/fasten-your-seatbelts.html' title='Fasten your Seatbelts...'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-115228452905926792</id><published>2006-07-07T16:08:00.000+02:00</published><updated>2006-07-11T13:05:34.206+02:00</updated><title type='text'>Hallo Leser!</title><content type='html'>Nachdem dieses Blog (habe gerade ewig überlegt, ob es der oder das Blog heißt - aber die &lt;a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5689106_TYP6_THE_NAV_REF_BAB,00.html"&gt;in zwei Wochen neu erscheinende Duden-Auflage&lt;/a&gt; erlaubt beides) jetzt schon seit Ende März fast zweieinhalb Monate existiert, möchte ich es an diesem heutigen Tage endlich und feierlich (*tatatataaaaa*) der Öffentlichkeit, d.h. meinen (von mir durch E-Mail-Benachrichtigung ausgewählten) Lesern bekannt machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich mit diesem schnörkellosen Web-Logbuch (deswegen ja auch DAS Blog) hauptsächlich bezwecke, ist natürlich ganz einfach. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während meines achtwöchigen Aufenthalts in Israel will ich euch natürlich so regelmäßig wie möglich auf dem Laufenden halten (Meine Vorstellung derzeit: täglich. Mal abwarten, wie schnell ich das revidiere). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorteile? &lt;br /&gt;Ich erspare mir das Kartenschreiben.&lt;br /&gt;Ich verkürze den Erzählmarathon nach meiner Rückkehr. &lt;br /&gt;Ich kann meinen latent vorhandenen Geltungsdrang ausleben und muss mit meinem Geseiere nicht den armen Israelis auf den Hut gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und falls ich von wild gewordenen Terroristen entführt werde, merkt ihr's daran, dass ich nix mehr schreibe... Außer im Terroristenversteck gibt's nen WLAN-Hotspot. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das ist - um meinen besorgten Lesern ihre Sorgen zu nehmen - meines Erachtens nicht zu befürchten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute habe ich - pünktlich wie immer - eine Unterkunft für die ersten Tage gebucht. Vor Ort will ich mich dann nach einer dauerhaft angenehmeren und günstigeren Koje umsehen. Heute bis Sonntag dann Leute verabschieden, nach München fahren, Sachen packen, Mittwochmorgen losfliegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht schreibe ich noch vor Abflug über neueste Neuigkeiten. Oder den neuen Fußball-Weltmeister. Mal sehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-115228452905926792?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/115228452905926792/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=115228452905926792' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115228452905926792'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/115228452905926792'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/07/hallo-leser.html' title='Hallo Leser!'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-114676139572156379</id><published>2006-05-04T18:44:00.000+02:00</published><updated>2006-05-04T18:49:55.723+02:00</updated><title type='text'>Jens in ÄÄKTSCHN</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/P4290128mail.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/320/P4290128mail.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Knappe fünf Windstärken, die Sonne blinzelt kraftvoll durch die Lücken in der Wolkendecke, leichter Raumschotskurs. Unsere Grand Surprise läuft locker neun Knoten! Einfach nur geil!&lt;br /&gt;Wie das Boot wohl erst mit Gennaker abgeht? Wir durften ja leider "nur" mit Spi segeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wollte nur schnell das Bild nachreichen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-114676139572156379?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/114676139572156379/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=114676139572156379' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/114676139572156379'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/114676139572156379'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/05/jens-in-ktschn.html' title='Jens in ÄÄKTSCHN'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-114676092510359905</id><published>2006-05-04T18:37:00.000+02:00</published><updated>2006-05-04T18:42:05.113+02:00</updated><title type='text'>Lebenszeichen</title><content type='html'>Hallo meine vielleicht ja noch gar nicht vorhandenen Leser,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;letzte Woche war ich in La Rochelle und habe an einer der weltgrößten Studentenverantstaltungen teilgenommen. Die EDHEC aus Lille organisiert seit 38 Jahren jährlich eine Segelregatta für Studierende und eine dazugehörige Landtrophy! Mit dem Segelteam von unserer Uni sind wir 27. von 46 Booten in unserer Bootsklasse geworden. Grund genug für uns, zufrieden zu sein! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Segeln ist einfach ja mal nur sooo geil!! Es hat mich wieder voll gepackt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, das wollte ich mal schnell loswerden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kuss, Schluss, Jens&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-114676092510359905?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/114676092510359905/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=114676092510359905' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/114676092510359905'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/114676092510359905'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/05/lebenszeichen.html' title='Lebenszeichen'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604442.post-114312940055039605</id><published>2006-03-23T16:55:00.000+01:00</published><updated>2006-03-24T11:19:41.956+01:00</updated><title type='text'>Aller Anfang...</title><content type='html'>Servus zusammen. Mein erstes Posting als Blogger. Hoffentlich liest's keiner. Tschöö.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604442-114312940055039605?l=jensintrouble.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://jensintrouble.blogspot.com/feeds/114312940055039605/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604442&amp;postID=114312940055039605' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/114312940055039605'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604442/posts/default/114312940055039605'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://jensintrouble.blogspot.com/2006/03/aller-anfang.html' title='Aller Anfang...'/><author><name>Jens</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16292338132221439724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7173/2552/1600/bild1.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
